28 August 2022

Parmelin will Einschr├Ąnkungen beim Energieverbrauch nur im Notfall

Wirtschaftsminister Guy Parmelin h├Ąlt es f├╝r vertretbar, bei einem Mangel an Strom und Gas im kommenden Winter der Bev├Âlkerung eine tiefere Raumtemperatur zu verordnen. Einschr├Ąnkungen beim Verbrauch sollten aber nur im ├Ąussersten Notfall beschlossen werden.

Die Schweiz sei derzeit noch weit weg davon, irgendwem den Gashahn zuzudrehen, sagte Parmelin in einem Interview mit der „SonntagsZeitung“. Das Ziel der Landesregierung sei es, Abschaltungen zu verhindern.

Um dieses Ziel zu erreichen, werde der Bundesrat n├Ąchste Woche die entsprechenden Verordnungsentw├╝rfe in eine Konsultation schicken. Je nach Situation m├╝sste die Landesregierung sie der aktuellen Lage entsprechend anpassen. Ein Zeitplan werde daher nicht pr├Ąsentiert.

Im besten Fall werde es nicht zu einem Energiemangel kommen. Grunds├Ątzlich gelte, dass sich das Land auf eine Krise vorbereiten k├Ânne. Die Krise selbst lasse sich jedoch nicht planen.

Parmelin lancierte einmal mehr einen Spar-Appell an die Bev├Âlkerung. Jedes Grad weniger Heizung f├╝hre zu einem mindestens 5 Prozent geringeren Energieverbrauch. Als Beispiel f├╝r Einsparungen erw├Ąhnte der Wirtschaftsminister das Erdgas. Rund 40 Prozent davon werde in der Schweiz von den privaten Haushalten verbraucht.

Diese Zahl zeige, dass sich in der Schweiz eine substanzielle Reduktion des Erdgasverbrauchs ohne die privaten Haushalte nicht realisieren lasse. Klar sei aber auch, dass die Schweiz nicht ohne Not Einschr├Ąnkungen oder Verbote einf├╝hren sollte.

(text:sda/bild:unsplash)