11 April 2022

PĂ€dophiler ex-Clown kommt ohne Verwahrung davon

Ein 55-jĂ€hriger ex-Clown und kirchlicher Mitarbeiter muss wegen wiederholter pĂ€dophiler Übergriffe eine stationĂ€re Massnahme absolvieren. Von einer Verwahrung, wie die Anklage forderte, sah das Gericht ab.

Das Gericht sprach den Schweizer der mehrfachen sexuellen Nötigung, der mehrfachen SchÀndung, der sexuellen Handlungen mit Kindern und der Pornografie schuldig. Es verhÀngte eine Freiheitsstrafe von 6 Jahren. Zudem ordnete das Gericht eine stationÀre Massnahme an. Von einer Verwahrung sah das Obergericht ab. Damit erhÀlt der Mann eine letzte Chance auf ein deliktfreies Leben.

Der Mann ist seit den 1980er Jahren mehrmals wegen pĂ€dophiler Übergriffe verurteilt worden. All diese Strafen sind jedoch mittlerweile gelöscht.

Im aktuellen Verfahren wurden ihm Übergriffe auf zwei zur Tatzeit rund zehnjĂ€hrige Buben und ein etwa sechsjĂ€hriges MĂ€dchen vorgeworfen. Er rĂ€umte einen Teil der Taten ein, machte aber geltend, namentlich bei den Handlungen mit dem MĂ€dchen – seiner eigenen Tochter – habe es sich mehr um ein Spiel gehandelt.

Der Verteidiger hatte deshalb einen Freispruch von den VorwĂŒrfen sexuelle Nötigung und SchĂ€ndung verlangt und eine bedingte Freiheitsstrafe von zwei Jahren beantragt. Die StaatsanwĂ€ltin forderte eine siebenjĂ€hrige Freiheitsstrafe sowie Verwahrung.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)