18 April 2022

Ostermarsch in Bern im Zeichen des Kriegs in der Ukraine

800 bis 1000 Menschen haben sich am Montag am traditionellen Ostermarsch in Bern beteiligt. Der “Spaziergang f├╝r den Frieden” stand dieses Jahr im Zeichen des Krieges in der Ukraine.

Der Umzug f├╝hrte der Aare entlang zum Helvetiaplatz, wo sich auch die ukrainische Botschaft befindet, und endete mit Reden auf dem M├╝nsterplatz. Viele Friedensfahnen in den Regenbogenfarben pr├Ągten das Bild. Transparente waren nur wenige zu sehen.

Zum Ostermarsch aufgerufen hatten knapp 40 Organisationen vor allem aus linken und kirchlichen Kreisen. Zum Ukraine-Krieg gibt es innerhalb der Friedensbewegung unterschiedliche Standpunkte. Umstritten sind insbesondere die Waffenlieferungen des Westens ins Kriegsland.

In dieser Frage k├Ânne man geteilter Meinung sein, sagte der ehemalige Gr├╝nen-Nationalrat und Friedensaktivist Jo Lang am Rand der Kundgebung gegen├╝ber Medien. F├╝r die Schweiz k├Ąmen aber Waffenlieferungen ohnehin nicht in Frage. Hierzulande stelle sich vielmehr die Frage der “Geldlieferungen”. Die Schweiz m├╝sse “aufh├Âren, Putins Krieg zu finanzieren”.

Im Vorfeld der Kundgebung hatte es unter den Organisatoren auch vereinzelt Stimmen gegeben, die vor einer einseitig antirussischen Sicht warnten und die Rolle der USA und der Nato kritisierten. Am Marsch selber gab es keine Transparente, auf denen Verst├Ąndnis f├╝r den russischen Angriffskrieg ge├Ąussert wurde.

(text:sda/bild:pixabay)