1 Dezember 2021

Omikron hÀlt Skigebiete in Atem

Eben herrschte im Schweizer Ski-Tourismus noch verhaltene Zuversicht. Die europĂ€ischen GĂ€ste kehrten zurĂŒck. Nun hat die neue Corona-Variante Omikron den Zustrom jĂ€h abgewĂŒrgt.

„Aufgrund der nun eingefĂŒhrten QuarantĂ€neregelungen gibt es zur Zeit eine Welle von Annulationen prioritĂ€r von GĂ€sten aus Europa“, sagte ein Sprecher von Wallis Tourismus auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Dabei seien bis letzte Woche die Buchungen fĂŒr Ferien im Wallis „sehr gut“ gewesen.

Auch im BĂŒndnerland gibt es vermehrt Stornierungen. So etwa aus den Niederlanden, teilte ein Sprecher von GraubĂŒnden Ferien mit. Auch mit GĂ€sten aus anderen LĂ€ndern, die ebenfalls auf der Risikoliste des Bundes stehen, sei nicht zu rechnen.

Die grosse Frage sei, ob und wie sich die Risikoliste des Bundes in den nÀchsten Wochen verÀndern wird, betonte der Sprecher. Die neuen Regelungen verunsichern die GÀste, hiess es auch im Wallis.

Wallis Tourismus plĂ€diert daher fĂŒr eine Aufhebung der QuarantĂ€neregelungen. Die Politik solle wieder dem Gesundheitspass und Tests den Vorzug geben.

Bleibt also die Hoffnung auf die Schweizerinnen und Schweizer, die immer noch den Löwenanteil der GĂ€ste ausmachen. Im Wallis etwa stehen inlĂ€ndische GĂ€ste fĂŒr rund 70 Prozent der Touristen.

Die Tourismusverantwortlichen in GraubĂŒnden rechnen nicht zwangslĂ€ufig damit, dass sich die Omikron-Variante des Corona-Virus auf das Reiseverhalten von Herr und Frau Schweizer auswirken wird. Zwar fĂŒhrten die negativen Nachrichten zu erhöhter Unsicherheit, der Inlandtourismus sollte davon aber nicht betroffen sein.

FĂŒr eine Prognose sei es aber noch zu frĂŒh, hiess es im Wallis. Denn die Schweizer FeriengĂ€ste wĂŒrden deutlich kurzfristiger buchen als GĂ€ste aus dem Ausland. GrundsĂ€tzlich seien die Bedingungen aber besser als im Vorjahr. So seien heute beispielsweise die Restaurants zugĂ€nglich.

Was die Touristiker allerdings betonen: Das alles gilt unter der Voraussetzung, dass sich die öffentliche Lage nicht weiter oder gar drastisch verschlechtert. Der weitere Verlauf der Pandemie und die Massnahmen der Politik dĂŒrften die Schweizer Touristiker also weiter auf Trab halten.

(text:sda/bild:unsplash)