14 Januar 2026

Olympia-Bewerbung 2038: Warum kein Austragungsstandort im Kanton Bern?

Die Olympischen Winterspiele 2038 sollen in die Schweiz kommen. So lautet das erklärte Ziel des Trägervereins, welcher die Bewerbung vorbereitet. Allerdings geht der Kanton Bern bei der Planung der Austragungsstandorte aktuell leer aus. Das sorgt bei vielen für Unverständnis. Unter anderem auch darum, weil bei der nordischen Kombination und dem Skispringen der Austragungsort Engelberg statt Kandersteg bevorzugt wird. Engelberg verfügt über eine grosse Skisprungschanze, Kandersteg eine kleine – für eine Durchführung benötigt es aber beide. Eine Verwendung von beiden Standorten käme aber nicht infrage, da sie beide zu weit auseinander liegen würden, erklärt der CEO des Trägervereins, Fréderic Favre. Favorisiert wird aktuell Engelberg, da Swiss Ski dort seine Infrastruktur ausbauen könnte. Die Austragungsstandorte in der Schweiz seien aber noch nicht in Stein gemeisselt, ergänzt Fréderic Favre.

Sportliche Standorte sind im Kanton Bern aber eben keine vorgesehen, stattdessen soll er aber bei den Zeremonien eine Rolle spielen, ergänzt Fréderic Favre. Nun geht es in diesem Jahr darum die politischen Weichen auf Bundesebene zu stellen. Der Entscheid, ob die Olympischen Winterspiele 20238 in die Schweiz kommen, fällt im 2027 durch das Internationale Olympische Komitee (IOK/IOC). Die Chancen für die Schweiz stehen gut, da sie mit dem IOC einen privilegierten Dialog führen. Heisst: Die Schweiz hat bis Ende 2027 Zeit ihr Dossier ohne Konkurrenz auszuarbeiten. Es wären zudem die ersten Olympischen Spiele, welche nicht nur in einer Stadt, sondern über das ganze Land verteilt wären.

(text:jkä/bild:unsplash)