5 Juli 2021

Oldie Federer zum 18. Mal im Wimbledon-Viertelfinal

Roger Federer steht in Wimbledon zum 18. Mal im Viertelfinal. Der bald 40-j├Ąhrige Basler gewinnt im Achtelfinal sicher 7:5, 6:4, 6:2 gegen den Italiener Lorenzo Sonego (ATP 27).

Federer zeigte sich wie in den zwei Runden davor spielfreudig und in gl├Ąnzender Verfassung. Einzig im ersten Satz machte er sich das Leben selber etwas schwierig, weil er beim Stand von 5:4 seinen Aufschlag zu Null abgab. Es sollte das einzige Break des Italieners bleiben. Bei 6:5 und einem erneuten Breakball des Schweizers begann es zu regnen.

Nach einer halben Stunde fuhr der 13 Jahre j├╝ngere Sonego (ATP 27) mit einem Doppelfehler weiter und gab so den ersten Satz ab. Es war eine Vorentscheidung. Danach habe er das Gef├╝hl gehabt, „die Sache im Griff zu haben“, erkl├Ąrte Federer danach im Platzinterview.

Im zweiten Satz schaffte er das einzige Break zum 3:2, im dritten ging er sogleich 4:0 in F├╝hrung. Danach unterhielten die beiden Kontrahenten die dankbaren Fans noch mit ein paar spektakul├Ąren Ballwechseln, ├╝ber den Ausgang der Partie herrschte kein Zweifel mehr.

Federer hielt damit eine eindr├╝ckliche Serie aufrecht. Er gewann auch seinen 18. Achtelfinal in Wimbledon – bei 22 Starts. Im Viertelfinal ist die Bilanz mit 13 Siegen und vier Niederlagen nicht ganz so perfekt, in der aktuellen Form ist er aber auch am Mittwoch gegen Daniil Medwedew oder Hubert Hurkacz zu favorisieren. Es wird sein 58. Viertelfinal in einem Grand-Slam-Turnier sein. Auch das ist nat├╝rlich ein Rekord – wie die 18 in Wimbledon. Er ist nun auch der ├Ąlteste Wimbledon-Viertelfinalist in der Profi├Ąra (seit 1968).

Die Achtelfinal-Partie zwischen Medwedew und Hurkacz musste wegen Regens abgebrochen werden und wird am Dienstag fortgesetzt. Die russische Weltnummer 2 f├╝hrt gegen den Polen Hurkacz mit 2:1 S├Ątzen.

Mit Alexander Zverev scheiterte der designierte Halbfinal-Gegner Federers in f├╝nf S├Ątzen an F├ęlix Auger-Aliassime. Der 20-j├Ąhrige Kanadier ist der j├╝ngste Wimbledon-Viertelfinalist seit Nick Kyrgios 2014 und trifft nun auf den Italiener Matteo Berrettini. Ausgeschieden ist auch der Weltranglisten-Siebente Andrej Rublew. Sein Bezwinger Marton Fucsovics (ATP 48) fordert nun den bisher unantastbaren Topfavoriten und Titelverteidiger Novak Djokovic heraus.

(text:sda/bild:unsplash)