27 Dezember 2022

├ľsterreich warnt vor Blackouts in Teilen der EU in „naher Zukunft“

Die ├Âsterreichische Verteidigungsministerin Klaudia Tanner rechnet schon bald mit grossfl├Ąchigen Stromausf├Ąllen in der Europ├Ąischen Union, wie sie in einem Interview mit der deutschen Tageszeitung „Welt“ sagte.

Die Wahrscheinlichkeit eines Blackouts in Teilen der EU in naher Zukunft sei sehr gross. „Die Frage ist nicht, ob er kommt, sondern wann er kommt“, so Tanner. Das Risiko f├╝r einen fl├Ąchendeckenden Stromausfall habe sich durch den Ukraine-Krieg noch einmal deutlich erh├Âht, betonte sie.

„F├╝r Putin sind Hackerangriffe auf die westliche Stromversorgung ein Mittel der hybriden Kriegsf├╝hrung. Wir sollten nicht so tun, als ob das nur Theorie w├Ąre. Wir m├╝ssen uns in ├ľsterreich und in Europa auf Blackouts vorbereiten.“ Tanner betonte, „dass ein Drittel der B├╝rgerinnen und B├╝rger sp├Ątestens am vierten Tag eines Stromausfalls nicht mehr in der Lage w├Ąre, sich selbst zu versorgen“.

Ein baldiges Ende des Ukraine-Siegs erwartet die ├ľVP-Politikerin indes nicht. Russland verf├╝ge ├╝ber enorme Reserven an Material und an Soldaten, sagte sie. „Die Ukraine hat gl├╝cklicherweise sehr wichtige Erfolge erzielt, aber sie muss ein riesiges Gebiet verteidigen. Es ist unklar, ob es in diesem Krieg ├╝berhaupt jemals einen Sieger geben wird.“

Tanner forderte die internationale Gemeinschaft auf, sich st├Ąrker auf Verhandlungen zur L├Âsung des Ukraine-Kriegs zu konzentrieren und in dieser Frage mit der Ukraine zusammenzuarbeiten. „Es ist wichtig, dass im Hintergrund Gespr├Ąche laufen und der Fokus wieder vermehrt auf die Diplomatie gelegt wird.“

Kein baldiges Kriegs-Ende erwartet

(text:sda/bild:archiv)