12 MĂ€rz 2024

Oberland-Ost: Verzicht auf regionale Bauverwaltung

Vorerst wird es in der Region Oberland-Ost keine regionale Bauverwaltung geben. Das als Mindestziel definierte Quorum von 13’000 Einwohnerinnen und Einwohnern konnte nicht erreicht werden. Die GeschĂ€ftsleitung der Regionalkonferenz hat deshalb beschlossen, das Vorhaben nicht mehr weiterzuverfolgen.
Der Entwurf fĂŒr ein Reglement zur Schaffung einer «Teilkonferenz regionale Bauverwaltung» ist bei den Regionsgemeinden grundsĂ€tzlich auf Anklang gestossen. Bei einer Abstimmung durch die Regionalversammlung wĂ€re das Reglement mit grosser Mehrheit angenommen worden.
Dies hĂ€tte den Gemeinden ermöglicht, einen grossen Teil ihrer Bauverwaltungsaufgaben an die regionale Bauverwaltung zu ĂŒbertragen. Die KomplexitĂ€t im heutigen Baubewilligungsverfahren ist so hoch geworden, dass kommunale Bauverwaltungen insbesondere in kleinen Gemeinden entweder rasch ĂŒberfordert sind oder dass sie dafĂŒr gar keine FachkrĂ€fte mehr finden. Die regionale Bauverwaltung hĂ€tte hier das notwendige Fachwissen und die Ressourcen sicherstellen können.
Zahlreiche Gemeinden sind jedoch zum heutigen Zeitpunkt nicht bereit, diese AufgabenĂŒbertragung bereits auf Mitte 2025 vorzunehmen. Zwar haben insbesondere kleinere und mittelgrosse Gemeinden, die heute ĂŒber keine befriedigende Lösung fĂŒr ihre Bauverwaltungsaufgaben verfĂŒgen, grosses Interesse gezeigt. Trotzdem ist das erwartete Aufgabenvolumen fĂŒr eine regionale Bauverwaltung zu klein. Somit könnten gerade die erwarteten Vorteile des Modells nicht zum Tragen kommen.
RegionsprĂ€sident Peter Aeschimann Ă€ussert sich enttĂ€uscht: „Viele Gemeinden haben anscheinend den Mut zum letzten Schritt der AufgabenĂŒbertragung nicht mehr gefunden.“ Die GeschĂ€ftsleitung der Regionalkonferenz bedauert, dass den interessierten Gemeinden keine adĂ€quate Lösung angeboten werden kann. Stattdessen mĂŒssen sie sich nun selber organisieren.

(text:pd/bild:zvg)