21 Februar 2022

Oberländer Olympiakandidaturen scheiterten am Volk

Nach Sochi, Pyoenchang und Beijing kehren die olympischen Winterspiele 2026 in den Westen zur√ľck. Dert fanden sie letzmals 2010 statt, im kanadischen Vancouver. Wenn es nach dem Interlakner Lorenz Krebs gegangen w√§re, h√§tten die Rennen nicht in den kanadischen Coast Ranges, sondern un den Berner Alpen stattgefunden. Krebs war Projektleiter der Olympiakandidatur Bern 2010. Dabei h√§tten von den zw√∂lf geplanten Austragungsorten vier im Oberland gelegen: Interlaken, Grindelwald, Kandersteg und Meiringen, das olympische Dorf h√§tte in Interlaken gebaut werden sollen. Es sollte nicht sein. Die Stimmbev√∂lkerung verwarf das Projekt wuchtig an der Urne. Dabei w√§re Bern gut unterwegs gewesen – die Kandidatur schaffte es mit Vancouver, Salzburg und Pyoengchang unter die letzten vier, die Organisatoren mussten nach dem Nein an der Urne die Kandidatur zur√ľckziehen. Noch heute schaut Krebs wehm√ľtig auf andere Winterspiele. man habe es wohl verpasst, der Stimmbev√∂lkerung glaubhaft zu machen, dass die Berner Spiele nicht mit dem Gigantismus anderer L√§nder aufgefahren w√§re, auch h√§tte es – dank der bestehenden Infrastruktur – auch keine Olympiaruinen gegeben, wie man sie aus vielen ehemalige Austragungsorten in vornehmlich Schwellenl√§ndern kennt.

Die Kandidatur f√ľr 2021 war nicht die einzige aus dem Oberland. Bereits 1963 wollten sich die St√§dte Bern und Thun zusammen mit dem Oberland f√ľr die Austragung der Winterspiele 1972 bewerben – auch dieses Projekt scheitterte an der Urne. Die letzte schweizer Austragung der Winterspiele fand vor 74 Jahren, 1948 in Sankt Moritz statt.

(text:cs/bild:unsplash)