17 Juli 2023

Oberhalb der Walliser Gemeinde Bitsch brennt der Wald

Der Waldbrand im Oberwallis ist nach Angaben der Kantonspolizei Wallis noch nicht unter Kontrolle. Die Flammen breiteten sich weiterhin aus, die Löscharbeiten dauerten an, meldete die Kantonspolizei in der Nacht zum Dienstag auf Twitter .

Die Bevölkerung der Gemeinden Ried-Mörel und Oberried sowie die Weiler Flesche und Ober-Eichen seien evakuiert worden. Der Wald hatte am Nachmittag oberhalb von Bitsch/Ried-Mörel aus noch unbekannten GrĂŒnden Feuer gefangen.

Die Bevölkerung von Oberried war bis 22.00 Uhr vollstÀndig weggebracht, die Evakuierung von Bitsch-Mörel dauerte lÀnger, wie Behördenvertreter am Abend in Bitsch vor den Medien erklÀrten. Die Strasse Ried-Mörel wurde bis auf weiteres gesperrt.

Wegen Steinschlaggefahr teilweise evakuiert werden weitere Siedlungen unterhalb des grossflÀchigen Waldbrandgebietes. Zur Anzahl der evakuierten Menschen konnten die Behörden nichts sagen.

Ausser den vier seit Stunden im Einsatz befindlichen Helikoptern von Air Zermatt und Air Glaciers steht seit Montagabend auch ein Armee-Helikopter zur VerfĂŒgung, wie die Armee selbst mitgeteilt hatte. Es handelt sich um einen Super Puma. Ab Dienstag kommt ein zweiter Armee-Helikopter dazu.

WĂ€hrend der Nacht auf Dienstag werden LöschflĂŒge mit je einem zweimotorigen Helikopter der Air Zermatt beziehungsweise der Air-Glaciers weitergefĂŒhrt, wie es in einer Mitteilung von Air Zermatt vom Montagabend hiess.

Neben den Feuerwehren der umliegenden Gemeinden (Naters, Brig, Riederalp, Aletsch und Brumbach) waren auch die Polizei, der Zivilschutz und RettungskrÀfte mobilisiert. Am Montagabend standen nach Behördenangaben 150 Feuerwehrleute, 25 Polizisten und 20 ZivilschutzkrÀfte im Einsatz.

Eine erste Brandmeldung war kurz vor 17.00 Uhr bei der Polizei eingegangen. Die genaue Ursache und der Umfang des Brandes standen am Abend noch nicht fest. Das Feuer war weithin sichtbar. Nach dem Ausbruch des Feuers breiteten sich Flammen nach Angaben der Polizei rasch aus, auch weil im Rhonetal ein krÀftiger Wind blies.

(text:sda/bild:keystone)