Obdachlosigkeit in Interlaken nimmt zu
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(03:16)
Die Nacht auf der Strasse verbringen, in einem Bankvorraum oder einer Tiefgarage: Karin Oberli, die Präsidentin der Christlichen Gassenarbeit in Interlaken, nimmt eine starke Zunahme der Obdachlosigkeit in Interlaken wahr. Auch die Gemeinde bestätigt, dass es sich um eine zweistellige Zahl handelt, und ist daran, die Situation genauer zu analysieren.
Diese Entwicklung bereitet ihr grosse Sorgen, wie Karin Oberli gegenüber Radio BeO erklärt. Aktuell sei es nahezu aussichtslos, eine Wohnung für Betroffene zu finden. Die Problematik sei oft noch unsichtbar, da es den Betroffenen immer wieder gelingt, einen Schlafplatz zu finden – allerdings teilweise unter grauenhaften Zuständen. Insbesondere der angespannte Wohnungsmarkt habe zur Verschärfung der Situation beigetragen. Entsprechend sei man froh, dass die Zusammenarbeit mit der Gemeinde, der Polizei und weiteren relevanten Stellen gut funktioniere. Für Karin Oberli ist klar, dass es künftig ein Passantenheim oder eine Notschlafstelle braucht.
(text:chl/bild:unsplash)