7 Januar 2026

Noël siegt, Nef fällt zurück

Die Schweizer verpassen beim Nachtslalom von Madonna di Campiglio einen Exploit. Tanguy Nef, Zweiter nach dem 1. Lauf, muss sich mit Platz 10 begnügen, direkt dahinter klassiert sich Loïc Meillard.

Nef hatte nach dem ersten Durchgang vom ersten Podestplatz im Weltcup, ja sogar vom Sieg träumen dürfen. Einzig der überraschende Finne Eduard Hallberg lag vor dem 29-jährigen Genfer. Doch im 2. Lauf kam Nef nicht mehr richtig auf Touren und verlor in jedem Sektor Zeit. Dadurch fiel er um acht Plätze zurück.

„Es ist ein bisschen schade, ich war nach dem ersten Lauf in einer optimalen Position“, sagte Nef gegenüber SRF. Er habe im zweiten Durchgang nicht mehr die gleiche Risikobereitschaft wie noch im ersten gespürt. „Im ersten Lauf war ich mehrmals am Limit. Das Hauptziel im zweiten Lauf war, ins Ziel zu kommen.“

Sieben Ränge gut machte hingegen Meillard, der mit seiner Leistung dennoch nicht zufrieden war. Der letztjährige Zweite hatte nach Platz 2 in Val d’Isère und Rang 3 in Alta Badia den Podest-Hattrick im Visier. Dieser rückte jedoch bereits nach dem ersten Lauf in weite Ferne. Dass Meillard im zweiten Durchgang noch nach vorne kam, lag auch an den zahlreichen Ausfällen.

Zu den neun Fahrern, die das Ziel nicht erreichten, gehörten auch Daniel Yule und Marc Rochat. Vor allem bei Rochat, der in den fünf Rennen dieser Saison noch nie in die Punkte gefahren ist, scheint sich der Knoten einfach nicht zu lösen. Für Yule, der in Madonna di Campiglio bereits dreimal gewonnen hat und die Piste zu seinen Lieblingsstrecken zählt, war die Enttäuschung ebenfalls gross.

Jubeln durften hingegen zwei Franzosen und ein Finne. Clément Noël feierte nach zwei 2. Plätzen seinen ersten Sieg der Saison. Er setzte sich mit zwölf Hundertsteln Vorsprung vor Hallberg durch, der im 1. Lauf mit Startnummer 21 an die Spitze gefahren war. Rang 3 sicherte sich Paco Rassat, der Sieger des Slaloms von Gurgl.

Hallberg war bereits beim Saisonauftakt in Levi überraschend Dritter geworden und zuletzt auch in Alta Badia als Achter in die Top 10 gefahren. Der 22-Jährige hat sich damit in der Slalomspitze etabliert. „Es schmerzt ein wenig, dass es nicht ganz nach vorne gereicht hat“, sagte Hallberg. „Trotzdem bin ich sehr glücklich mit dem Abschneiden heute.“ Aus den kleinen Fehlern gelte es nun zu lernen.

Nun reisen die Technik-Spezialisten weiter nach Adelboden. Im Berner Oberland stehen am Wochenende ein Riesenslalom und ein Slalom auf dem Programm.

(text:sda/bild:zvg swiss ski)