1 November 2023

Noch weniger Schiffspassagen am Panamakanal wegen D├╝rre

Angesichts des Niedrigwassers im Panamakanal soll der Schiffsverkehr durch die wichtige Wasserstrasse weiter reduziert werden. Bis Februar kommenden Jahres werde die Zahl der buchbaren Schiffspassagen schrittweise von zuletzt 30 auf 18 pro Tag gesenkt, teilte die Kanalverwaltung am Dienstag (Ortszeit) mit. Seit 1950 habe es im Oktober noch nie so wenig geregnet wie in diesem Jahr. Noch bis Jahresende sei mit geringen Niederschl├Ągen zu rechnen.

„Trotz aller getroffenen Massnahmen ist der Pegel des Gat├║n-Sees auf ein f├╝r diese Jahreszeit noch nie dagewesenes Niveau weiter gesunken“, teilte die Panamakanal-Beh├Ârde mit. Nicht nur die Zahl der Schiffspassagen wurde in den vergangenen Monaten reduziert. Auch der maximale Tiefgang, mit dem Schiffe den Kanal passieren d├╝rfen, war gesenkt worden.

Der rund 80 Kilometer lange Kanal verbindet in Mittelamerika den Atlantik mit dem Pazifik. Pro Jahr passieren in normalen Zeiten etwa 14 000 Schiffe die Wasserstrasse. Etwa sechs Prozent des Welthandels werden durch ihn abgewickelt. In den vergangenen Monaten liessen weniger Regen und h├Âhere Temperaturen den Wasserstand im k├╝nstlichen Gat├║n-See im Panamakanal sinken, was Auswirkungen auf den Betrieb hat.

Der Panamakanal beginnt in Col├│n im Norden von Panama und endet nahe Panama-Stadt im S├╝den. Nach der Er├Âffnung des erweiterten Kanals 2016 verf├╝gt die Wasserstrasse ├╝ber drei Schleusensysteme, ├╝ber die die Schiffe auf das Niveau des 28 Meter ├╝ber dem Meeresspiegel liegenden Gat├║n-Sees gehoben und sp├Ąter wieder gesenkt werden. Seit dem Ausbau des Kanals k├Ânnen auch grosse Tanker und Frachter mit bis zu 14 000 Containern durch die Wasserstrasse geschleust werden.

(text:sda/bild:unsplash)