24 Mai 2022

Noch fehlen im Kanton Bern 40 Kilometer Uferwege

Diese Bilanz zog der Kanton Bern am Dienstag in einer Medienmitteilung – 40 Jahre nach dem Volks-Ja zur Initiative fĂŒr freie See- und Flussufer. Schweizweit ĂŒbernehme der Kanton Bern eine Vorreiterrolle beim öffentlichen Zugang wie auch beim Schutz der Uferlandschaften. Die gesetzlichen Vorgaben betreffen insgesamt 90 Gemeinden entlang der Aare vom Brienzersee flussabwĂ€rts sowie an den fĂŒnf grossen Seen auf Kantonsgebiet. Im Rahmen der UferschutzplĂ€ne entstanden so 470 Kilometer Uferwege sowie 11’000 Hektaren FreiflĂ€chen, was einer FlĂ€che von 126 Fussballfeldern entspricht. Noch zu realisieren sind 40 Kilometer Uferwege und 2000 Hektaren FreiflĂ€chen. Sie befinden sich in 43 Gemeinden, hauptsĂ€chlich am Brienzer-, am Thuner- und am Bielersee, aber auch entlang der Aare. Laut Kantonsmitteilung planen die Gemeinden bis 2028 weitere 10 Kilometer Uferwege sowie 170 Hektaren FreiflĂ€che zugĂ€nglich zu machen. Bis wann die weiteren Abschnitte geplant sind, ist nicht bekannt. Die GrĂŒnde fĂŒr die noch nicht realisierten Uferwege und FreiflĂ€chen seien vielfĂ€ltig und individuell, schreibt der Kanton Bern. So gehe es zum Beispiel darum, den öffentlichen Zugang zum Ufer zu gewĂ€hrleisten, ohne dabei die Interessen der GrundeigentĂŒmer allzu stark zu einzuschrĂ€nken. Seit 1994 hat der Kanton Bern BeitrĂ€ge von rund 38 Millionen Franken fĂŒr Massnahmen zugunsten der See- und Flussufer geleistet. Dies entspreche einem Bauvolumen von rund 50 Millionen Franken. Eine Karte auf dem Geoportal des Kantons zeigt die bestehenden und geplanten Uferwege und FreiflĂ€chen.

(text:pd/bild:unsplash-symbolbild)