1 Dezember 2021

Nimmt der FluglÀrm in Meiringen mit dem neuen Kampfjet zu?

Das regionale Kontaktgremium Flugplatz Meiringen hat sich Ende Oktober mit Vertretern des VBS zum jĂ€hrlichen Austausch getroffen. Zentrales Thema des Treffens war der Stand des Sachplans MilitĂ€r und die in diesem Zusammenhang durchgefĂŒhrten LĂ€rmberechnungen sowie die Beschaffung des neuen Kampfflugzeuges.

So orientierte der Kommandant der Luftwaffe, DivisionĂ€r Peter Merz, ĂŒber den aktuellen Stand und den weiteren Fahrplan bei der Beschaffung des neuen Kampflugzeugs. Mit dem F-35 könnten lĂ€ngere EinsĂ€tze und weniger Flugstunden als mit dem Tiger und F/A-18 geflogen werden, wodurch sich die Jetbewegungen um ca. 50% reduzierten. Der F-35 sei beim Start jedoch 3 dB lauter, was einer Verdoppelung des Schallpegels entspreche. Das menschliche Ohr nehme dies jedoch nicht als Verdoppelung wahr. Insgesamt nehme die LĂ€rmbelastung im Vergleich zu heute nicht zu. Vertreter von Gemeinden und Flugplatzanwohnern erhoben grosse Bedenken, ob der durch den F-35 verursachte LĂ€rm fĂŒr die Talbewohner zumutbar sei. Zwar gebe es kĂŒnftig weniger Flugbewegungen, doch bleibe die LĂ€rmbelastung gleich. Zudem zĂ€hle fĂŒr die Bevölkerung das Einzelereignis mehr als eine physikalische LĂ€rmberechnung.

Flugplatzkommandant Reto Kunz informierte die regionalen Vertreter im Kontaktgremium darĂŒber, dass der Belegungsplan 2022 des MilitĂ€rflugplatzes Meiringen im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverĂ€ndert bleibe. Anfang 2022 sollen zudem Nachtflugversuche durchgefĂŒhrt werden, zu denen die Bevölkerung und die Behörden angehört werden. Die Nachtflugversuche werden durch das Flugplatzkommando öffentlich bekannt gemacht.

(text:pd/bild:unsplash)