1 Dezember 2021

Neuseeland vermeldet Alinghis RĂŒckkehr an den America’s Cup

Am ersten Tag der Anmeldefrist soll sich das Schweizer Segel-Syndikat Alinghi fĂŒr den 37. America’s Cup eingeschrieben haben.

GemĂ€ss der Zeitung „New Zealand Herald“ soll Alinghi das Startgeld von 1,5 Millionen Dollar bereits bezahlt haben. Aber stimmt das auch? Von Alinghi gab es dazu auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA keinen Kommentar. Die PR-Abteilung teilte lediglich mit, dass sich Alinghi in den nĂ€chsten Tagen an die Medien wenden wird.

Das Alinghi-Syndikat, hinter dem der Schweizer MilliardĂ€r Ernesto Bertarelli steht, gewann den America’s Cup 2003 zum ersten Mal (und als erstes Binnenland). Vier Jahre spĂ€ter verteidigte Alinghi den Titel in Valencia mit Erfolg. Danach verlagerte sich das Geschehen fĂŒr Alinghi zusehends vom Wasser in den Gerichtssaal. Der amerikanische Golden Gate Yacht Club um Geldgeber Larry Ellison, dem GrĂŒnder des US-Softwarekonzerns Oracle, lieferte sich mit Alinghi einen unsĂ€glichen Rechtsstreit, der sich zu einem juristischen Hickhack entwickelte.

Letztlich erstritten sich die Amerikaner vor Gericht ein Duell mit Alinghi und setzten sich im Februar 2010 mit 2:0 Siegen durch. Seither blieb Alinghi dem America’s Cup fern. Alinghi blieb aber im Segelsport weiterhin ein Faktor und feierte mit zwei Erfolgen in der Extreme Sailing Series beachtliche Siege.

Der organisierende Royal New Zealand Yachting Squadron erklĂ€rte, dass sich mehrere Syndikate gleich am ersten Tag fĂŒr den 37. America’s Cup eingeschrieben haben. Die Aussichten stehen gut, dass bei der nĂ€chsten Austragung 2024 mehr als drei Herausforderer (wie 2021) teilnehmen werden. Bis Ende Mai 2023 können sich Herausforderer einschreiben. Im MĂ€rz wollen die NeuseelĂ€nder bekanntgeben, wann und wo um den 37. America’s Cup, der als Ă€lteste Sport-TrophĂ€e der Welt gilt, gesegelt wird.

(text&bild:sda)