6 Juni 2022

Neues Tool f├╝r Notfallplanung bei Extrem-Hochwassern

Mit den verheerenden Unwettern vom Sommer 2021 in Deutschland hatte schlicht niemand gerechnet. Dies zeigt, dass Hochwasser m├Âglich sind, die den bisherigen Erfahrungsbereich massiv
├╝berschreiten ÔÇô auch in der Schweiz. ┬źWir m├╝ssen das Undenkbare denken: extreme, noch nie so aufgetretene Niederschlagsszenarien sind m├Âglich┬╗, sagt Olivia Romppainen, Professorin f├╝r
Klimafolgenforschung und CoLeiterin des Mobiliar Labs.
Nun hat das Mobiliar Lab Auswirkungen von extremen Hochwasserszenarien in der Schweiz mit Hilfe eines neuen Modellierungstools ermittelt. Die Berechnungen zeigen, dass es bei einem extremen Niederschlagszenario innert k├╝rzester Zeit in sehr vielen Fl├╝ssen zu ├ťberschwemmungen kommt. An unterschiedlichen Orten treten die Sch├Ąden praktisch gleichzeitig auf und schnellen sprunghaft in die H├Âhe. Die extremen Hochwasser h├Ątten in einem solchen WorstCaseSzenario Geb├Ąudesch├Ąden von knapp 6 Milliarden Franken zur Folge, was die gesamten ├Âkonomischen Sch├Ąden von 3 Milliarden Franken des Jahrhunderthochwassers in der Schweiz von 2005 bei weitem ├╝bertrifft. Kommt dazu: Treten extreme ├ťberschwemmungen simultan auf, werden die Rettungsorganisationen vor massive Herausforderungen gestellt. Es kann zu grossen logistischen und personellen Problemen kommen.

(text:pd/bild:zvg:uni bern)