5 Februar 2024

Neues Problem bei noch nicht gelieferten Boeing 737 Max

Boeing geht einem neuen Problem bei Flugzeugen seines Typs 737 Max nach – allerdings muss nach aktueller EinschĂ€tzung des Konzerns nur an rund 50 bislang nicht ausgelieferten Maschinen nachgearbeitet werden.

Ein Zulieferer habe Boeing darĂŒber informiert, dass zwei Löcher im Rumpf einiger Flugzeuge möglicherweise nicht exakt gemĂ€ss den Anforderungen gebohrt worden seien, teilte der Flugzeugbauer am Sonntagabend (Ortszeit) mit.

Der Chef der Passagierflugzeug-Sparte, Stan Deal, betonte zugleich, dass das „potenzielle Problem“ kein unmittelbares Problem fĂŒr die Flugsicherheit darstelle und die 737-Flugzeuge weiter in Betrieb bleiben könnten.

Die QualitĂ€tskontrollen bei Boeing stehen aktuell ganz besonders im Fokus, nachdem sich Anfang Januar bei einer 737-9 Max von Alaska Airlines im Flug ein Rumpfteil löste. Die Insassen kamen mit dem Schrecken davon. Bei ÜberprĂŒfungen wurden lose Befestigungselemente auch an anderen Flugzeugen der Variante gefunden. Rund 170 Flugzeuge der betroffenen Variante dĂŒrfen aber erst seit Kurzem nach Inspektionen wieder starten.

Die US-Luftfahrtaufsicht FAA kĂŒndigte nach dem Vorfall verschĂ€rfte Kontrollen bei Boeing an – und auch einige Airlines wollen eigene PrĂŒfer auf die Produktionslinien schicken. Boeing-Chef Dave Calhoun versicherte, der Konzern werde die QualitĂ€tsaufsicht verbessern.

Boeing lÀsst den Rumpf der 737-Maschinen vom Zulieferer Spirit Aerosystems fertigen, der einst zum Konzern gehörte. Auslieferungen von 737-Flugzeugen mussten im vergangenen Jahr schon einmal wegen fehlerhafter Bohrlöcher unterbrochen werden. Das bei Spirit verursachte Problem lag in dem Druckschott, das die Flugzeugkabine nach hinten abschliesst.

(text:sda/bild:keystone)