19 November 2021

Neue Regelungen zum Maskentragen in Volksschulen und zum Fernunterricht

Seit Mitte Oktober gilt ab einem positiven Fall in einer Volksschulklasse eine Maskenpflicht. Diese wird neu durch die Schulleitung f├╝r alle Lehrpersonen ab Kindergarten und Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler ab der 5. Klasse f├╝r sieben Tage angeordnet. Durch die Vereinfachung der Prozesse kann diese Massnahme rasch umgesetzt werden. Die sieben Tage (f├╝nf Schultage) berechnen sich ab dem letzten Schultag einer positiv-getesteten Person in der Schule. Bei jedem weiteren Fall verl├Ąngert sich die Tragepflicht um weitere sieben Tage seit dem Letztkontakt.

Ist mindestens ein Viertel der Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler einer Klasse positiv getestet, ordnet die Schulleitung Fernunterricht an. Das Ausbruchstesten wird aktiviert. Aufgrund des allgemeinen Anstiegs der Fallzahlen kommt es auch zu einer merklichen Zunahme an Covid-Ausbr├╝chen an Schulen. Es dauert in einigen F├Ąllen l├Ąnger, bis das Ausbruchstesten stattfinden kann. Daher sollen die Schulleitungen – nach R├╝cksprache mit dem Schulinspektorat – den Fernunterricht bereits von sich aus anordnen. Werden bei der ersten Ausbruchstestung weitere Sch├╝lerinnen oder Sch├╝ler positiv getestet, wird der Fernunterricht bis zur zweiten Testung fortgesetzt. Je nach Resultat werden vom Contact Tracing weitere Massnahmen angeordnet. Eine Klassenquarant├Ąne wird im Einzelfall gepr├╝ft und kann angeordnet werden, wenn die H├Ąlfte oder mehr der Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler positiv getestet sind.

Seit dem Ende der repetitiven Testungen in den Schulen Anfang September 2021 wurden bei 177 Ausbr├╝chen in rund 200 Klassen Ausbruchstestungen durchgef├╝hrt. Dabei wurden bis heute 289 positive Personen gefunden, wobei manche Ausbruchstestungen derzeit noch nicht abgeschlossen sind. Ausbruchstestungen werden jeweils zwei bis dreimal in einem Abstand von vier bis f├╝nf Tagen wiederholt. Um das Ausbruchstesten k├╝nftig noch rascher durchzuf├╝hren, werden n├Âtigenfalls Testungen neu auch an Nachmittagen durchgef├╝hrt. Es kann daher vorkommen, dass die Testungen in die unterrichtsfreie Zeit fallen.

Nach anderthalb Monaten mit Ausbruchstestungen an Schulen zeigen sich im Kanton Bern im schweizweiten Vergleich keine Unterschiede in der epidemiologischen Entwicklung bei den 10- bis 19-J├Ąhrigen. Dieser Vergleich belegt, dass der Wechsel vom Massentesten zum Ausbruchstesten gerechtfertigt war, weil die Ressourcen heute gezielter eingesetzt werden k├Ânnen.

Eltern sollten Kinder mit Krankheits- oder Erk├Ąltungssymptomen nicht in die Schule schicken und erst nach best├Ątigtem negativem Corona-Test wieder Kontakte zu anderen Kindern oder Erwachsenen zulassen. Auch Eltern und Geschwister sollten sich schon beim Auftreten von geringen Symptomen testen lassen. Diese Tests, f├╝r die kein Zertifikat ausgestellt wird, sind weiterhin gratis. Testorte sind auf www.be.ch/wo-testen-bern aufgeschaltet.

Die GSI bittet die gesamte Bev├Âlkerung, sich weiterhin strikte an die Distanz- und Hygienemassnahmen zu halten. Die ├ťbertragung des Corona-Virus geschieht unbemerkt und sehr rasch, sei dies durch die Atemluft (Aerosole) oder durch Tr├Âpfchen auf den H├Ąnden oder an Gegenst├Ąnden. Eine strikte Handhygiene und das Tragen von Masken, dort wo es n├Âtig ist, helfen sehr, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. H├Ąufiges Stossl├╝ften in Innenr├Ąumen nicht unterlassen.

Damit die steigenden Fallzahlen nicht direkt auf die Anzahl Spitaleinweisungen durchschlagen, empfiehlt die GSI, sich gegen schwere Krankheitsverl├Ąufe impfen zu lassen. Eine Impfung ist der beste Weg, schwere Krankheitsverl├Ąufe m├Âglichst zu verhindern. Alle zurzeit beatmeten Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen sind nicht geimpft. Impforte sind auf www.be.ch/wo-impfen-bern aufgeschaltet.

(text:pd/bild:beo)