22 November 2021

Neue H├Âchstspannungsleitung zwischen Innertkirchen und Mettlen

Swissgrid hat verschiedene Planungsgebiete f├╝r den Ersatz und Ausbau der H├Âchstspannungsleitung zwischen Innertkirchen und Mettlen erarbeitet und beantragt beim Bundesamt f├╝r Energie (BFE) die Festsetzung eines Planungsgebiets im Sachplan ├ťbertragungsleitungen (S├ťL).

Die 61 Kilometer lange Leitung zwischen Innertkirchen (BE) und Mettlen (LU) ist zu einem grossen Teil ├╝ber 70 Jahre alt. Im Rahmen der Erneuerung wird die Leitung, welche heute mit einer Spannung von 220 Kilovolt (kV) betrieben wird, durchgehend f├╝r eine Spannung 380 kV ausgebaut. Die Kapazit├Ątserh├Âhung ist n├Âtig, um den Abtransport der wachsenden Stromproduktion aus den Kraftwerken Oberhasli (KWO) sowie den Walliser und Tessiner Wasserkraftwerken ins Schweizer Mittelland zu gew├Ąhrleisten. Damit wird die Versorgungssicherheit in der ganzen Schweiz langfristig gest├Ąrkt.

Mitte 2021 hat Swissgrid beim Bundesamt f├╝r Energie (BFE) die Festsetzung eines Planungsgebiets zwischen Innertkirchen und Mettlen im Sachplan U╠łbertragungsleitungen des Bundes (SU╠łL) beantragt. Planungsgebiete sind geografische R├Ąume, in welchen im weiteren Projektverlauf ein Planungskorridor inkl. ├ťbertragungstechnologie (Erdkabel, Freileitung oder kombinierte Varianten) festgelegt werden kann. Dazu hat Swissgrid drei sich teilweise ├╝berschneidende Planungsgebiete untersucht: Planungsgebiet Glaubenberg, Pilatus und Entlebuch.

Jede der eingereichten Varianten weist spezifische Vor- und Nachteile in den Bereichen Raumplanung, Umwelt, Technik und Wirtschaftlichkeit auf. Aus Sicht von Swissgrid schneidet das Planungsgebiet Glaubenberg im Vergleich am besten ab: Erstens tangiert diese Variante weniger Siedlungsgebiete und weist weniger Hindernisbegrenzungen auf als jene via Sarneraatal und Pilatus. Zweitens ist sie deutlich k├╝rzer als die Variante via Entlebuch, mit entsprechend geringerem Bedarf an Boden, Naturraum, Landschaft, und Baustoffen sowie tieferen Energieverlusten und Kosten.

In der folgenden Etappe des Sachplanverfahrens wird eine vom BFE eingesetzte Begleitgruppe unter Beteiligung von Bundes├Ąmtern, der betroffenen Kantone und Umweltverb├Ąnden die von Swissgrid evaluierten Planungsgebietsvarianten diskutieren und bez├╝glich der Auswirkungen auf Raum, Umwelt, Technik und Kosten bewerten. Die Empfehlung der Begleitgruppe geht anschliessend in die ├Âffentliche Mitwirkung. Voraussichtlich im Herbst 2023 setzt der Bundesrat das Planungsgebiet zwischen Innertkirchen und Mettlen fest.

(text:pd/bild:pexels)