27 August 2022

Neue Details zu FBI-Ermittlungen belasten Trump

Mit der Veröffentlichung neuer Details zu den FBI-Durchsuchungen im Anwesen von Donald Trump haben die Strafverfolgungsbehörden das beispiellose Vorgehen gegen den frĂŒheren US-PrĂ€sidenten gerechtfertigt.

Das Justizministerium in Washington machte am Freitag auf richterliche Anordnung hin Teile eines Dokuments publik, auf dessen Grundlage vor drei Wochen die Durchsuchungen in Trumps Privatanwesen Mar-a-Lago in Palm Beach genehmigt worden waren. Es gibt unter anderem Auskunft ĂŒber den Anfangsverdacht der Bundespolizei FBI gegen den Republikaner, der mit einer erneuten PrĂ€sidentschaftskandidatur 2024 kokettiert.

Demnach enthielten 14 von 15 Kisten mit Dokumenten, die Trump zu einem frĂŒheren Zeitpunkt aus Mar-a-Lago ans Nationalarchiv ĂŒbermittelt hatte, vertrauliche und teils sogar streng geheime Unterlagen. 184 Dokumente seien eingestuft gewesen – 67 als “vertraulich”, 92 als “geheim” und 25 als “streng geheim”. Dem FBI zufolge fanden sich die als geheim eingestufte Unterlagen zwischen anderen Papieren wie Zeitschriftartikeln und Fotos – teils mit handschriftlichen Notizen versehen. Es habe Grund zur Annahme bestanden, dass sich auf dem Anwesen weitere eingestufte Dokumente befĂ€nden.

Ein Richter im Bundesstaat Florida ordnete die Teil-Veröffentlichung des Papiers am Donnerstag an – wegen des grossen öffentlichen Interesses. Mehrere Medien hatten die Veröffentlichung vor Gericht beantragt. Von den mehr als 30 Seiten ist etwa die HĂ€lfte geschwĂ€rzt, um sensible Informationen zu schĂŒtzen.

Das FBI hatte am 8. August Mar-a-Lago durchsucht, wo sich Trump seit seinem Abschied aus dem Weissen Haus im Januar vergangenen Jahres hÀufig aufhÀlt. Da er die Unterlagen in seinem privaten Anwesen aufbewahrte, könnte er gegen das Gesetz verstossen haben. Dies wird untersucht.

(text:sda/bild:unsplash)