3 Mai 2023

Neue Angebote gegen den Lehrpersonenmangel

Seit mehreren Jahren besteht auf der Volksschulstufe ein FachkrĂ€ftemangel bei den Lehrpersonen. GrĂŒnde dafĂŒr sind die Corona-Pandemie, die steigende Zahl von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern, die Pensionierungswelle bei den Lehrpersonen, die Folgen des Kriegs in der Ukraine und der FachkrĂ€ftemangel im Allgemeinen. Aktuell sind im Kanton Bern knapp 500 unbefristete Stellen fĂŒr Lehrpersonen an der Volksschule auf das kommende Schuljahr hin ausgeschrieben.

Neben der Planungs- und Orientierungswoche fĂŒr ausgebildete Junglehrpersonen entwickelt die PHBern – mit UnterstĂŒtzung der BKD – fĂŒr Unterrichtende ohne Lehrdiplom ein weiteres zielgruppenspezifisches Angebot. Es findet in den Sommerferien statt und hat den Charakter eines Camps. In verschiedenen Formaten wird auf die spezifischen BedĂŒrfnisse der Zielgruppe rund um die Planung des ersten Quartals eingegangen. Dies mit dem Ziel, sie in diesem Schritt ihren vielfĂ€ltigen BedĂŒrfnissen entsprechend zu unterstĂŒtzen. Damit sollen die UnterrichtsqualitĂ€t erhöht sowie die Schulleitung und das Kollegium entlastet werden.

In der HeilpĂ€dagogik bietet die PHBern neu zwei Basiskurse fĂŒr Quereinsteigende an. Der Basiskurs 1 ermöglicht einen Einblick in wichtige Themen der schulischen HeilpĂ€dagogik mit der Option, sich individuell zu vertiefen. Er richtet sich an Unterrichtende, die das Weiterbildungsangebot «EinfĂŒhrung fĂŒr Unterrichtende ohne Lehrdiplom» an der PHBern absolviert haben oder ĂŒber mehr als zwei Jahre Berufserfahrung im Schuldienst verfĂŒgen.

Der Basiskurs 2 beleuchtet heilpĂ€dagogische Aspekte, die fĂŒr einen erfolgreichen Unterricht in einer heterogenen Lerngruppe wichtig sind. Er richtet sich an Unterrichtende ohne pĂ€dagogische Ausbildung, die den Basiskurs 1 absolviert haben oder bereits heilpĂ€dagogisches Vorwissen mitbringen. Zudem können Lehrpersonen oder Personen mit langjĂ€hriger Unterrichtserfahrung im Rahmen einer Gasthörerschaft einzelne Veranstaltungen am Institut fĂŒr HeilpĂ€dagogik der PHBern besuchen.

(text:pd/bild:unsplash)