9 Februar 2023

Netflix geht gegen gemeinsame Nutzung von Accounts in Europa vor

Netflix hat das angek├╝ndigte Vorgehen gegen das Teilen von Zugangsdaten in Europa zun├Ąchst in Spanien und Portugal gestartet. Der Videostreaming-Riese geht davon aus, dass weltweit rund 100 Millionen Haushalte als eine Art Trittbrettfahrer auf Accounts von Familienmitgliedern und Freunden unterwegs sind. Der Dienst will zus├Ątzlich Geld von ihnen.

Kunden mit Standard- und Premium-Accounts sollen nun f├╝r bis zu zwei weitere Personen bezahlen k├Ânnen, die nicht mit ihnen unter einem Dach wohnen. Mit dem Start in Portugal und Spanien zeichnet sich ab, dass die Preise daf├╝r in verschiedenen europ├Ąischen L├Ąndern unterschiedlich sein werden. In Portugal sind es 3,99 Euro im Monat pro hinzugef├╝gter Person, in Spanien 5,99 Euro.

Netflix hatte lange das Teilen von Zugangsdaten toleriert. Im Videostreaming-Gesch├Ąft gibt es inzwischen generell einen verst├Ąrkten Fokus auf Profitabilit├Ąt, nachdem die vielen Anbieter jahrelang auf der Jagd nach h├Âheren Nutzerzahlen waren. Unter anderem k├╝ndigte der Netflix-Rivale Disney gerade K├╝rzungen bei Ausgaben f├╝r die Produktion von Filmen und Serien an.

Eine zentrale Frage beim Vorgehen gegen das Teilen von Accounts wird sein, ob Netflix die betroffenen Nutzer halten kann oder sie einfach auf den Dienst verzichten. Netflix hofft auf die Anziehungskraft seiner exklusiven Inhalte. Zugleich hat der Dienste einen g├╝nstigeren Tarif mit Werbung eingef├╝hrt. Bisher machten davon dem Unternehmen zufolge eher neue Nutzer Gebrauch und nicht bestehende Kunden, die aus teureren Abos wechselten.

(text:sda/bild:unsplash)