10 Mai 2024

Nemo bringt die Schweiz in den ESC-Final

Zum f├╝nften Mal in Folge ist die Schweiz ins Finale des Eurovision Song Contest (ESC) eingezogen. Nemo ├╝berzeugte mit „The Code“ am Donnerstagabend im schwedischen Malm├ das Publikum. Am kommenden Samstag k├Ânnte die Schweiz den dritten ESC-Sieg holen.

Nemo trat gegen 15 weitere Acts an, zehn sind weitergekommen. Nemos Einzug ins Finale ist wenig ├╝berraschend. Das Musiktalent ├╝berzeugte mit einer kraftvoller Stimme auf der grossen B├╝hne. Der Schweizer Act hat eine Favoritenrolle. W├Ąhrend Wochen f├╝hrte Nemo bei den Wettb├╝ros, bis Kroatien die Schweiz vergangene Woche ├╝berholte. Auf der Plattform Instagram bedankte sich Nemo f├╝r die Unterst├╝tzung und zeigte sich beim Jubeln.

Gut 20 Fans verfolgten den Auftritt von Nemo am Eurovision Songcontest im Kino Rex in Biel. Einige von ihnen kennen Nemo seit klein auf. „Im Gesch├Ąft seiner Eltern hatte Nemo Geige gespielt“, sagte eine Person vor Ort zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Anderen fiel auf, dass Nemo alleine – also ohne T├Ąnzerinnen und T├Ąnzer- auf der B├╝hne war: „Das war schon beeindruckend“. In Biel bestand bereits vor der Ausz├Ąhlung der Publikumsstimmen Einigkeit, dass einem Einzug ins Finale nichts im Wege steht.

Der Song „The Code“ des 24-j├Ąhrigen, nonbin├Ąren Musiktalents handelt von Nemos Reise, die mit der Realisation begann, weder weder ein Mann noch eine Frau zu sein. Musikalisch reicht „The Code“ von Rap ├╝ber Drum ’n‘ Bass bis hin zur Oper. Die Schweiz gewann 1956 mit Lys Assia (1924-2018) sowie 1988 mit C├ęline Dion den ESC.

Die umstrittenste Teilnehmerin des diesj├Ąhrigen ESC ist wohl Eden Golan, die mit dem Song „Hurricane“ antritt. W├Ąhrend die 20-j├Ąhrige S├Ąngerin bei den Proben ausgebuht wurde, ├╝berwog am Donnerstagabend der Applaus. Wie bereits im Vorjahr war das Motto des Musikwettbewerbs „United By Music“.

Vor dem Halbfinale protestierten laut Sch├Ątzung der ├Ârtlichen Polizei 10’000 bis 12’000 Menschen gegen die Teilnahme Israels. Sie forderten den Ausschluss Israels vom Musikwettbewerb im Kontext des Nahost-Konflikts. Unter ihnen war Klimaaktivistin Greta Thunberg.

Unter den weiteren Gewinnerinnen und Gewinner des zweiten Halbfinales befinden sich etwa der Niederl├Ąnder Joost Klein, der mit dem Song „Europapa“ ins Finale einzieht und auch zum gr├Âsseren Kreis der Favoriten z├Ąhlt. Auch Nachbarland ├ľsterreich schaffte es ins Finale mit dem Techno-inspirierten Song „We Will Rave“ von Kaleen.

Zu den weiteren neuen Finalisten geh├Ârte etwa die norwegische Mythenrockgruppe G├ąte, die sich mit „Ulveham“ ebenso durchsetzte wie der l├Ąngste Titel der ESC-Geschichte, „(Nendest) narkootikumidest ei tea me (k├╝ll) midagi“ der Esten 5Miinust & Puuluup, der dem Publikum offenbar gefiel. Fachjurys sind in diesem Jahr bei den Halbfinals nicht zugelassen, sie werden erst im Finale ein W├Ârtchen mitzureden haben. Ausserdem zogen Lettland, Griechenland, Georgien und Armenien ins Finale ein. Ausgeschieden sind hingegen D├Ąnemark, Malta, Albanien, Tschechien, San Marino und Belgien.

Erstmals traten die Vertreterinnen und Vertreter der Big-Five, also der gr├Âssten Geldgeberl├Ąnder des ESC, in den Halbfinals auf. Am Donnerstag standen Frankreich, Italien und Spanien auf der B├╝hne, nachdem bereits am Dienstag Grossbritannien und Deutschland sowie Gastgeberland Schweden ihre Songs zum besten gaben.

Am kommenden Samstag findet das Finale des Musikwettbewerbs statt. Nebst den am Donnerstagabend qualifizierten trifft Nemo dann auf weitere Favoriten wie den Kroaten Baby Lasagna oder das Ukrainische Duo Alyona Alyona & Jerry Heil. Insgesamt treten 26 L├Ąnder am Finale in der Malm├ Arena an.

(text:sda/bild:keystone)