14 MĂ€rz 2022

Naturschutzgebiet Tschingel im Kiental wird erweitert

Das Naturschutzgebiet am ehemaligen Tschingelsee im Kiental soll gemĂ€ss Vorgaben des Bundes erweitert werden. Um das Spielen am Wasser oder AktivitĂ€ten wie Eisklettern zu ermöglichen, verzichtet der Kanton auf ein generelles Weggebot. Stattdessen gilt fĂŒr ökologisch sensible FlĂ€chen ein Betretungsverbot, wie die Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion am Montag mitteilte.

Gegen die Erweiterung des Perimeters gingen vergangenes Jahr insgesamt acht Einsprachen ein, fĂŒnf konnten nach den Einspracheverhandlungen erledigt werden. Das Gebiet wurde 1987 unter Schutz gestellt. Seither hat der Bund eine Aue und eine Trockenweide von nationaler Bedeutung in dem Gebiet ausgeschieden. Der Perimeter des Schutzgebietes ist kleiner als das vom Bund ausgeschiedene GelĂ€nde. Daher mĂŒsse auch der Perimeter des Schutzgebietes vergrössert werden, hielt Ammann seinerzeit fest. Nun beschloss der Kanton Anfang MĂ€rz, die Revision de Schutzgebiets «Tschingel» wie geplant umzusetzen

Der Tschingelsee entstand 1972 nach einem schweren Unwetter, als ein Murgang vom Ärmighorn die Tschingelalp verschĂŒttete. Hinter den Schuttmassen stauten sich die BergbĂ€che zu einem See. Wegen des Gletscherschwunds fĂŒhren die BĂ€che viel Geschiebe mit sich, weshalb der See mittlerweile fast verlandet ist Zwischen SandbĂ€nken finden sich Wasserarme und TĂŒmpel.

(text:sda / bild:pixapay)