9 Januar 2026

Nationaler Trauertag in Gedenken an die Opfer von Crans-Montana

Der 9. Jänner 2026 wurde anlässlich der Brandkatastrophe in Crans Montana in der Silvesternacht, die 40 Todesopfer gefordert hat zum, Nationalen Trauertag erklärt.

Die offizielle Trauerfeier findet am Freitagnachmittag in Martigny VS statt. Sie ist Direktbetroffenen sowie geladenen Gästen vorbehalten. Neben Bundespräsident Guy Parmelin werden zwei weitere Bundesratsmitglieder teilnehmen. Der Bundesrat hat zudem Vertreterinnen und Vertreter aus 37 Staaten und der EU eingeladen. Angekündigt sind unter anderem der französische Präsident Emmanuel Macron, der italienische Präsident Sergio Mattarella und der luxemburgische Grossherzog Henri. Der Kanton Bern wird durch Regierungspräsident Christoph Neuhaus vertreten.

Grosse Anteilnahme im Kanton Bern

Um 14:00 Uhr gibt es eine Nationale Schweigeminute. Ab 14:00 Uhr werden zudem im ganzen Kanton und der Schweiz die Kirchenglocken läuten.

Die BLS lädt ihre Fahrgäste kurz vor 14:00 Uhr per Durchsage ein, der Opfer zu Gedenken. Auch auf den Anzeigen in Bussen und Zügen soll darauf aufmerksam gemacht werden. Zudem werden bei den Schiffen die Fahnen auf Halbmast gesetzt. Lokführende werden, dort wo es betrieblich möglich ist, kurz vor 14:00 Uhr die Zugpfeiffen ertönen lassen. Selbiges ist bei der Zentralbahn und bei den SBB geplant.

Die Busse und Trams von Bernmobil werden um 14:00 Uhr für zwanzig Sekunden stillstehen, dies an einem sicheren Ort und mit Warnblinkern, wie Bernmobil mitteilt. Bei den STI in Thun, Steffisburg und Interlaken werden die Fahrgäste auf allen Linien auf die nationale Schweigeminute hingewiesen, auf den Anzeige in den Fahrzeugen wird zudem ein Bild mit Trauerflor eingeblendet, wie der Geschäftsführer der STI Bus AG, Ivan Bill, gegenüber Radio BeO schreibt. Auf einen koordinierten Halt wird die STI verzichten. Aufgrund dessen, dass sie sich im Strassenverkehr befänden bestünde sonst die Gefahr, dass andere Verkehrsteilnehmende dadurch irritiert werden und zu potentiell unsicheren Überholmanövern kommen könnte.

In der Stadt Thun werden die Fahnen auf dem Thunerhof und dem Rathaus auf Halbmast wehen und danach für zehn Tage eingezogen, heisst es auf Anfrage von Radio BeO. Auch auf dem Erlacherhof in Bern wehen die Fahnen auf Halbmast, genauso wie auf dem Bundeshaus. Die Berner Stadtpräsidentin Marieke Kruit wird an einem stillen Gedenken im Münster teilnehmen.

Auch Radio BeO wird um 14:00 Uhr mit einem Moment der Stille am Sender den Opfern der Brandkatastrophe gedenken.

(text:csc/bild:Artiom Vallat, Unsplash)