24 MĂ€rz 2024

NĂ€chste Saison keine Weltcup-Rennen in Zermatt

In der nÀchsten Saison finden in Zermatt/Cervinia keine Weltcup-Rennen statt. Den Entscheid fÀllen die Organisatoren in Absprache mit den Verantwortlichen von Swiss-Ski, FISI und des Internationalen Skiverbandes FIS.

Je nĂ€her das Ende des laufenden Weltcup-Winters rĂŒckte, desto mehr wurden die Abfahrten am Fusse des Matterhorns wieder zum Thema, die Rennen, die seit der erstmaligen Aufnahme in den Kalender der letzten Saison in alle Richtungen Diskussionen ausgelöst hatten, die von Anfang an unter einem schlechten Stern standen, die sogar zum Politikum geworden waren.

Im letzten und im laufenden Winter waren je zwei Abfahrten fĂŒr die MĂ€nner und die Frauen terminiert, beide Male hĂ€tten sie den Auftakt in die Speed-Saison markiert. Stattgefunden hat kein einziges Rennen. Das Wetter Anfang November hat keine WettkĂ€mpfe zugelassen.

Die FIS-Oberen legten den örtlichen Organisatoren aufgrund der in jener Jahreszeit oft herrschenden meteorologischen Bedingungen eine Verlagerung der Rennen auf einen spĂ€teren Zeitpunkt nahe, stiessen mit dem Vorschlag aber auf taube Ohren. Unter anderem begrĂŒndeten die Macher im Wallis und im Aostatal ihre ablehnende Haltung mit zu geringen KapazitĂ€ten an UnterkĂŒnften in der Hochsaison.

Nun schoben die involvierten Parteien, neben den Organisatoren beidseits des Matterhorns der Internationale Skiverband FIS, Swiss-Ski und der Italienische Wintersport-Verband FISI, dem ambitionierten Projekt gemeinsam fĂŒrs Erste den Riegel. Im Kalender der kommenden Weltcup-Saison werden die Abfahrten fehlen.

„Auch wenn organisatorisch alles auf grĂŒn gestellt wĂ€re, sind ĂŒbergeordnet rund um den kĂŒnftigen Weltcup-Kalender derzeit so viele Grundsatzfragen offen, dass wir im Dialog mit allen Stakeholdern nach sorgfĂ€ltigem AbwĂ€gen zum Entschluss gekommen sind, das Matterhorn Speed Opening zu sistieren“, lĂ€sst sich Diego ZĂŒger, zusammen mit Walter Reusser GeschĂ€ftsfĂŒhrer bei Swiss-Ski, zitieren.

Der Beschluss hĂ€tte erst in den nĂ€chsten Tagen öffentlich gemacht werden sollen. Aussagen im Rahmen des Finales in Saalbach-Hinterglemm etwa von FIS-PrĂ€sident John Eliasch, wonach Zermatt/Cervinia im nĂ€chsten Weltcup-Kalender keinen Platz haben wĂŒrde, machten eine umgehende Stellungnahme unumgĂ€nglich. ZĂŒger schreibt dazu: „Da noch nicht alle Details geklĂ€rt sind, war die Kommunikation auch vonseiten der FIS erst auf die kommende Woche geplant. Schlussendlich liegt es am FIS-Council, den definitiven Entscheid zu fĂ€llen und die Rennen aus dem Kalender 2024/25 zu nehmen.“

(text:sda/bild:keystone)