13 April 2023

Nach Rekordwanderung: Schweizer Wolf in Ungarn von J├Ąger erschossen

Ein J├Ąger hat im Nordosten Ungarns einen aus der Schweiz eingewanderten Wolf illegal erschossen. Dies berichteten ungarische Medien am Donnerstag unter Berufung auf die Polizei. Das zwei Jahre alte, m├Ąnnliche Tier aus dem Kanton Graub├╝nden hatte zuvor eine Strecke von 1900 Kilometern zur├╝ckgelegt, als es ├╝ber S├╝dtirol und ├ľsterreich nach Ungarn wanderte.

Der Weg des Jungwolfs war deshalb bekannt, weil ihm Wildh├╝ter des Graub├╝ndener Jagdamtes im M├Ąrz des Vorjahres ein Halsband mit GPS-Sender angelegt hatten. Nach Angaben der Tierschutzvereinigung Gruppe Wolf Schweiz (GWS) legte das Tier mit der Bezeichnung „M237“ die weiteste Strecke zur├╝ck, die bei einem Wolf in Europa je nachgewiesen werden konnte.

Grunds├Ątzlich verlassen Jungw├Âlfe im Alter von ein bis drei Jahren das elterliche Territorium, um sich ein eigenes Revier zu suchen, schreibt GWS auf seiner Facebook-Seite. Dabei k├Ânnen sie durchaus auch weite Strecken zur├╝cklegen. „M237“ wanderte an den St├Ądten Innsbruck, Wien und Budapest vorbei, ehe er das Hernad-Tal im Nordosten Ungarns erreichte.

W├Âlfe sind auch in Ungarn gesch├╝tzt und d├╝rfen nicht gejagt werden. Dennoch erschoss ein J├Ąger in der N├Ąhe von Hidasnemeti, nahe der slowakischen Grenze, den Jungwolf „M237“. Die Polizei in Budapest best├Ątigte gegen├╝ber mehreren ungarischen Medien, dass die Beh├Ârde gegen den mutmasslichen Sch├╝tzen wegen Verbrechens gegen den Naturschutz ermittelt.

(text:sda/bild:sda)