17 September 2021

Nach Ferienr├╝ckkehr sind zwei Tests vorgeschrieben

F├╝r Personen, die nicht von Covid-19 genesen oder nicht geimpft sind, wird die Einreise in die Schweiz ab Montag umst├Ąndlicher und auch teurer. Sie m├╝ssen bei der Einreise einen negativen Test vorzeigen. Vier bis sieben Tage sp├Ąter wird ein zweiter Test f├Ąllig.

Der Bundesrat will so verhindern, dass wegen R├╝ckkehrern aus den Herbstferien die Ansteckungen mit dem Coronavirus zunehmen, so wie es nach den Sommerferien passiert ist. Daten der Kontaktverfolgung h├Ątten gezeigt, dass auch Reiser├╝ckkehrer zu dieser besorgniserregenden Lage beigetragen h├Ątten, teilte der Bundesrat am Freitag mit.

Wegen der hochansteckenden Delta-Variante k├Ânnten die Fallzahlen regional sehr rasch steigen, schreibt der Bundesrat. Eine periodisch nachgef├╝hrte Liste mit Risikol├Ąndern sei deshalb nicht mehr sinnvoll. Der Bundesrat greift deshalb auf andere grenzsanitarische Massnahmen zur├╝ck.

Ab Montag m├╝ssen alle, die nicht geimpft oder nicht genesen sind, bei der Einreise einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorweisen. Dies gilt unabh├Ąngig vom gew├Ąhlten Verkehrsmittel und unabh├Ąngig davon, aus welchem Land man kommt. Heute besteht die Testpflicht nur f├╝r Flugreisen.

Vier bis sieben Tage nach der Einreise m├╝ssen sich mit einem negativen Test ins Land gekommene Personen noch einmal testen lassen und den Test bezahlen. Das Resultat muss dem zust├Ąndigen Kanton ├╝bermittelt werden. Diese Testpflicht gilt f├╝r jene, die bei der Einreise weder Impfung noch Genesung haben nachweisen k├Ânnen.

Der Bundesrat hatte – um erneut steigende Fallzahlen nach den Herbstferien zu verhindern – in einer Konsultation den doppelten Test und eine Variante mit Einreisetest und einer Quarant├Ąnepflicht zur Diskussion gestellt.

Aufgrund der Ergebnisse entschied sich die Landesregierung nun f├╝r die Variante mit den zwei Tests. Sie d├╝rfte praxisnaher sein und f├╝r die Kantone weniger Aufwand bringen, wie es in der Mitteilung hiess.

Neu m├╝ssen allerdings alle einreisenden Personen – ob sie nun geimpft, genesen oder getestet sind – das elektronische Passagier-Lokalisierungsformular ausf├╝llen. Damit sollen die Kantone mit Stichproben ├╝berpr├╝fen k├Ânnen, ob Personen, die den zweiten Test durchf├╝hren m├╝ssen, dies tats├Ąchlich getan haben.

Allerdings gibt es Ausnahmen von der Test- und Formularpflicht: Sie gelten f├╝r Grenzg├Ąngerinnen und Grenzg├Ąnger, Transitreisende, die in der Schweiz keinen Zwischenhalt machen, Personen, die beruflich G├╝ter und Personen transportieren, sowie unter 16-j├Ąhrige Kinder und Jugendliche.

Ob die Regeln befolgt werden, soll mit „risikobasierten Kontrollen“ im Grenzverkehr ├╝berpr├╝ft werden. Einreisende ohne Test m├╝ssen diesen umgehend nachholen. Auch die Kantone sind in der Pflicht: Sie m├╝ssen mit Stichproben ├╝berpr├╝fen, ob weder geimpfte noch genesene Eingereiste den zweiten vorgeschriebenen Test gemacht haben.

Die Sanktionen hat der Bundesrat ebenfalls festgelegt: Fehlt der Testnachweis, wird eine Ordnungsbusse von 200 Franken f├Ąllig. Wer das Passagier-Lokalisierungsformular nicht ausf├╝llt, riskiert 100 Franken Busse. Fluggesellschaften und Fernbusunternehmen m├╝ssen pr├╝fen, ob Formulare, Zertifikate und Testnachweise vorliegen.

Gleich bleiben die Einreisebestimmungen: Alle L├Ąnder ausserhalb des Schengen-Raumes, die nicht auf der Liste des Staatssekretariats f├╝r Migration (SEM) stehen, gelten als Risikol├Ąnder. F├╝r Drittstaatenangeh├Ârige ohne Impfung, die aus Risikol├Ąndern einreisen, gelten wie bisher Beschr├Ąnkungen f├╝r die Einreise.

(text&bild:sda)