10 Mai 2023

Nach fast 20 Jahren wieder Pelikan-Nachwuchs im Zoo Basel

Gleich drei Rosapelikan-K├╝ken sind im April im Zoo Basel geschl├╝pft. Es ist die erste Brut seit 2004. Daher sei der Nachwuchs f├╝r den Zolli eine Sensation, teilte dieser am Mittwoch mit.

Die K├╝ken werden von ihren Elternpaaren mit vorverdautem Fischbrei gef├╝ttert. Bei den Pelikanen werden die Eier von beiden Elternteilen bebr├╝tet. Die K├╝ken kommen nackt zur Welt und entwickeln nach ein paar Tagen oder Wochen ein flauschiges Daunengefieder, wie es in der Mitteilung heisst.

Seit der letzten Brut haben die Pelikane zwar immer wieder gebalzt, sich um Nistmaterial gestritten und angefangen, Nester zu bauen. Zudem trugen sie ihren „Balzschmuck“ zur Schau, etwa einen h├╝hnereigrosse Beule am Schnabel und lange Schmuckfedern am Hinterkopf. Mit dem Nachwuchs wollte es dennoch nicht klappen: Die Pelikane legten zwar gem├Ąss Mitteilung Eier, doch es schl├╝pften nie K├╝ken.

Der Zoo Basel nennt mehrere Gr├╝nde, weshalb sich die Rosapelikane ausgerechnet jetzt f├╝r das Br├╝ten entschieden haben. Seit Ende 2021 teilen sich die V├Âgel die Anlage mit den Krauskopfpelikanen. „Die etwas gr├Âsseren grauen V├Âgel mit lustiger Frisur sollten die schon seit langer Zeit im Zoo Basel lebenden Rosapelikane in Brutstimmung versetzen“, heisst es in der Mitteilung. Die Verwandten der Rosapelikane fangen n├Ąmlich bereits in einer Kolonie mit wenigen Tieren an zu nisten.

Die Schutzmassnahmen zur Vogelgrippe k├Ânnte gem├Ąss Zoo Basel ebenfalls einen Einfluss auf die Brutstimmung gehabt haben. Seit November 2022 leben die Pelikane n├Ąmlich in einem geschlossenen Gehege „kuschelig“ zusammen. Das k├Ânnte dazu beigetragen haben, dass beide Pelikanarten Nester bauten.

Obwohl die Schutzmassnahmen am 1. Mai schweizweit aufgehoben wurden, bleibt das Schutzgehege bis auf Weiteres bestehen, um die V├Âgel nicht bei der Aufzucht zu st├Âren.

Die Gruppe besteht nun aus 16 ausgewachsenen Rosapelikanen mit drei Jungv├Âgeln sowie sechs Krauskopfpelikanen.

(text:sda/bild:sda)