9 August 2021

Murat Yakin ist neuer Nationaltrainer

Was ĂŒber das Wochenende in den Medien bereits geschrieben wurde, macht der SFV nun offiziell: Murat Yakin ist der Nachfolger von Vladimir Petkovic als Trainer der Schweizer Nationalmannschaft. Er erhĂ€lt einen Vertrag bis Ende WM-Qualifikation 2022.

Die Einigung mit Murat Yakin erzielte der SFV dem Vernehmen nach am Samstag. Die Unterschrift unter den Vertrag setzte der neue Nationaltrainer am Montagmorgen. Der 46-jÀhrige Yakin verlÀsst den Challenge-League-Klub FC Schaffhausen, wo er seit rund zwei Jahren tÀtig ist, per sofort. Schon in drei Wochen kommt das Nationalteam erstmals unter dem neuen Trainer zusammen. Am 1. September startet Yakin mit einem Testspiel in Basel gegen Griechenland, vier Tage spÀter folgt die Partie in der WM-Qualifikation im St.-Jakob-Park gegen Europameister Italien.

Der Vertrag mit Yakin ist vorerst befristet bis zum Ende der WM-Qualifikation 2022 – also bis Ende Jahr. Wenn der SFV in seiner Mitteilung von „Option auf VerlĂ€ngerung“ schreibt, meint er zuerst einmal die VerlĂ€ngerung im Falle einer Teilnahme an den Playoffs bis MĂ€rz 2022 sowie die VerlĂ€ngerung im Falle einer Teilnahme an der WM-Endrunde in Katar bis Ende 2022. Im SFV will man aber den Weg mit Yakin wohl auch bei einem Scheitern in der WM-Qualifikation weitergehen. Die Teilnahme am Turnier in Katar darf keine Bedingung sein fĂŒr die weitere Zusammenarbeit; zu beschwerlich ist der Weg dahin, weil sich nur die Gruppensieger direkt qualifizieren.

Daher hĂ€lt der SFV fest, Pierluigi Tami, der Direktor der Nationalmannschaft, sei „restlos ĂŒberzeugt, auf den richtigen Kandidaten gesetzt zu haben“ und zitiert den Tessiner wie folgt: „Murat Yakin ist eine starke Persönlichkeit mit grosser Internationaler Erfahrung als Spieler und als Trainer. Er ist ein junger, moderner Schweizer Trainer mit einer klaren Spielidee, hoher technischer Fussballkompetenz und prĂ€zisen Zielsetzungen.“

Yakin trainierte in der Schweiz unter anderem zwischen 2009 und 2011 den FC Thun, mit dem er den Aufstieg in die Super League schaffte. Anschliessend war er auch noch in Luzern, beim FC Basel, den Grasshoppers undbeim FC Sion in der Super League engagiert. Ausserdem arbeitete er ein Jahr in Russland bei Spartak Moskau. Mit Luzern wurde er Zweiter und erreichte den Cupfinal (2012). Mit dem FCB wurde er zwei Mal Meister (2013, 2014), schlug in der Champions League zwei Mal Chelsea (2013) und qualifizierte sich in der Europa League fĂŒr die Halbfinals (2013). Sein PalmarĂšs lĂ€sst sich sehen.

(text:ye&sda/bild:sda)