9 Juli 2021

Mujinga Kambundji tankt Selbstvertrauen

Mujinga Kambundji tankt beim Diamond-League-Meeting in Monaco mit Blick auf die Olympischen Spiele Selbstvertrauen. Die WM-Dritte belegte im einem Weltklassefeld den 4. Rang ├╝ber 200 m.

„Ich bin zufrieden. Ich nehme ein gutes Gef├╝hl mit“, bilanzierte die Bernerin im Interview mit SRF Sport. Dieses Rennen sei sehr wichtig gewesen, denn auf dieselben Gegnerinnen werde sie auch in drei Wochen treffen. „Es war cool, mit einem 4. Rang in diesem Feld zu bestehen.“

In Sachen Zeit (22,75 Sekunden) hatte sich Mujinga Kambundji etwas mehr erhofft. Allerdings gaben die Bedingungen nicht all zu viel her, denn auch die Weltbesten blieben klar ├╝ber 22 Sekunden.

Im Stabhochsprung der Frauen ging ein Olympiafinal-w├╝rdiges Feld an den Start. Die Hallen-Europameisterin Angelica Moser nahm die Einstiegsh├Âhe von 4,50 im ersten Versuch. Danach wurde die Latte gleich bei 4,70 aufgelegt. Diese H├Âhe hat die Z├╝rcherin im Freien noch nie ├╝bersprungen, und es klappte auch diesmal nicht. „Mir fehlte die Stabilit├Ąt in den Spr├╝ngen“, sagte Angelica Moser, die f├╝r den letzten Versuch noch auf einen h├Ąrteren Stab wechselte. „Aber ich weiss jetzt, dass ich auch auf 4,50 m einsteigen kann.“

Das Meeting im F├╝rstentum bot zahlreiche Spitzenleistungen. Karsten Warholm durchbrach ├╝ber 400 m H├╝rden die 47-Sekunden-Marke beinahe erneut, die Kenianerin Faith Kipyegon kam ├╝ber 1500 m (3:51,07) bis auf eine Sekunde an den Weltrekord heran, und der 100-m-Sieger Ronnie Baker setzte sich in 9,91 Sekunden durch. Der Amerikaner profitierte wohl auch davon, dass der Olympia-Favorit Trayvon Bromell nach dem Start stolperte und entscheidend in R├╝ckstand geriet.

Sch├Âner Erfolg f├╝r den Mehrk├Ąmpfer Simon Ehammer. An der U23-EM in Tallinn sichert sich der 21-j├Ąhrige Appenzeller Gold im Weitsprung.

Ehammer stellte diesmal unter Beweis, dass er liefern kann, wenn es z├Ąhlt. Im Weitsprung-Final flog er im zweiten Versuch 7,92 m weit und verbesserte sich im f├╝nften Umgang sogar auf 8,10 m. Dies ist f├╝r ihn die drittbeste Weite seiner Karriere – damit liess er alle Gegner hinter sich. Nachdem er in der Qualifikation mit 7,95 m die zweitbeste Weite aller Teilnehmer erzielt hatte, wurde er im Final seiner Rolle als Mitfavorit vollauf gerecht.

F├╝r Simon Ehammer ist diese Goldmedaille von grosser Bedeutung. 2018 gewann der Zehnk├Ąmpfer an der U20-WM in Tampere Bronze, 2019 sicherte er sich an der U20-EM in Boras Gold und im vergangenen Sommer machte er zweimal mehr als 8000 Punkte. Nachdem er in der Hallensaison 2021 einen Schweizer Rekord im Siebenkampf aufgestellt hatte, machten ihm in der Vorbereitung auf die Freiluftsaison Leistenbeschwerden zu schaffen. Diese hatte unter anderem zur Folge, dass es mit der Olympialimite f├╝r Tokio nicht klappte.

Zusammen mit seinen Trainern Karl und Ren├ę Wyler entschied er sich, in Tallinn auf den Weitsprung zu setzen. Ein Entscheid, der sich nun als richtig erwiesen hat.

(text:sda/bild:sda)