11 M├Ąrz 2023

Motorradfahrer stellen im Nationalzirkus Knie Weltrekord auf

Der Circus Knie ist am Freitag mit internationaler Artistik, Lasershows, Wassereffekten und traditionellen Pferdenummern in die Tournee 2023 gestartet. Mit zehn fahrenden Motorr├Ądern in einer Stahlkugel stellte der Zirkus in Rapperswil SG einen Weltrekord auf.

Mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde bretterten neun Fahrer und eine Fahrerin gleichzeitig durch die massive Stahlkugel in der Manege. Ihre Darbietung sorgte am Freitagabend im Publikum f├╝r stehende Ovationen in den voll besetzten Sitzreihen.

Zu den Publikumslieblingen geh├Ârten auch die Mitglieder der Familie Knie. Gemeinsam f├╝hrten sie die traditionellen Pferdenummern auf. Ivan Knie liess rund 30 Pferde mit Leuchtkost├╝men in entgegengesetzter Richtung durch die Manege reiten.

Die Pferdenummern seien allerdings anders als fr├╝her, bekr├Ąftigte Ivan Knie im Gespr├Ąch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Heute stehe die Beziehung zum Tier im Fokus, fr├╝her war es die Dressur. Deshalb k├Ânnen Tiernummern wie diese auch heute noch zeitgem├Ąss sein.

Mit der Zeit ging der Zirkus auch in technischer Hinsicht und trumpfte mit einer fahrbaren B├╝hne auf, die Wasserelemente mit Licht, Rauch und Artistik verschmelzen liess. Ziel sei es, Moderne mit Tradition weiterleben zu lassen, so Knie weiter.

Obwohl beim Zirkus Politik keine Rolle spielen d├╝rfe, treten die Artistinnen und Artisten aus der Ukraine als einzige ein zweites Mal in Folge auf. Man wolle sich um sie k├╝mmern, stellte Knie klar. Und sie w├╝rden in ihren neu inszenierten Darbietungen erneut einen super Job machen.

Die anderen K├╝nstlerinnen und K├╝nstler stammen aus aller Welt, auch aus Russland. Mongolinnen verdrehten ihre K├Ârper kunstvoll auf der B├╝hne. Ein kubanisches Tanzduo sorgte mit akrobatischen Einlagen f├╝r Nervenkitzel. Kolumbianische BMX-Fahrer zeigten ausgefallene Spr├╝nge auf einer extra aufgebauten Rampe.

Damit der Schweizer Zirkus aber auch weiterhin als solcher erkennbar bleibt, scherzte der Comedian „Erwin aus der Schweiz“ in breitestem Z├╝rcherdialekt ├╝ber seine Mitbewohner der gr├Âssten Stadt des Landes. Aber auch Lehrpersonen, Politiker und Frauen fanden Platz in seinen Witzen. Schliesslich ├╝berzeugte der ausgebildete Schauspieler aber nicht nur mit Wortakrobatik, sondern auch mit einem Hauch Zauberei und Poesie.

(text&bild:sda)