Motion fordert Beibehaltung der Finanzierung der Urheberrechtsgebühren für Bibliotheken durch den Kanton Bern
Eine überparteiliche Motion verlangt, dass der Regierungsrat eine gesetzliche Grundlage für die Urheberrechtsabgabe an Pro Litteris für öffentliche Bibliotheken schafft. Der Regierungsrat hatte 2023 angekündigt, die Abgabe ab 2027 nicht mehr zu übernehmen und die Kosten auf die Bibliotheken zu übertragen. Die Motionärinnen und Motionäre warnen vor einer starken finanziellen Belastung der Bibliotheken. Insgesamt geht es um 107’000 Franken. Sie fordern deshalb, dass der Kanton die Abgabe weiterhin bezahlt, bis eine gesetzliche Grundlage besteht, und verweisen auf das St. Galler Modell, einer Finanzierung über Kulturfördergelder. Der Regierungsrat teilt grundsätzlich die Haltung, dass Bibliotheken nicht zusätzlich belastet werden sollen, hält das St. Galler Modell jedoch für den Kanton Bern nicht umsetzbar. Er stellt bis Ende 2026 eine Lösung in Aussicht und beantragt die Annahme der Motion.
(text:nch/bild:unsplash)