25 April 2023

Moskau verlÀngert Beteiligung an Internationaler Raumstation bis 2028

Trotz der Spannungen mit dem Westen hat Russlands Raumfahrtbehörde Roskosmos seine weitere Beteiligung an der Internationalen Raumstation (ISS) bis 2028 zugesagt. Roskosmos-Chef Juri Borissow habe einen entsprechenden Brief an die ISS-Partner in den USA, Europa, Kanada und Japan geschickt, teilte die Behörde am Dienstag mit. Zuvor hatte Moskau den Ausstieg bei der ISS nach 2024 und den Aufbau einer eigenen Orbitalstation angekĂŒndigt.

Borissow lobte die Zusammenarbeit auf der ISS als „grösstes und erfolgreichstes Projekt auf dem Gebiet der Raumfahrt“. Er sei „froh, dass dieses einmalige Laboratorium seine Arbeit fortsetzt und bei der Umsetzung der kĂŒhnsten Ideen der Menschheit zur Erschliessung des Weltraums hilft“, schrieb der 66-JĂ€hrige.

Erst vor zwei Wochen hatte Borissow gegenĂŒber Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin die PlĂ€ne fĂŒr eine eigene Orbitalstation vorgestellt. Diese soll unter anderem einer russischen Mondmission dienen. Allerdings ist die schĂ€tzungsweise 6,7 Milliarden Euro teure Station erst im Entwurfsstadium. Der Chefkonstrukteur des mit dem Bau beauftragten Raumfahrtkonzerns Energija, Wladimir Solowjow, hatte im Dezember 2022 erklĂ€rt, die erste Besatzung könne 2028 zur nationalen Raumstation fliegen. Moskau hat von 1986 bis 2001 eigenstĂ€ndig die Raumstation Mir betrieben.

(text:sda/bild:sda)