4 Juli 2023

Moskau und Kiew werfen sich geplanten Anschlag auf Atomkraftwerk vor

Moskau und Kiew werfen sich gegenseitig einen unmittelbar bevorstehenden Anschlag auf das Atomkraftwerk Saporischschja im S├╝den der Ukraine vor. Bereits in der Nacht zum Mittwoch w├╝rden die ukrainischen Streitkr├Ąfte versuchen, das AKW mit Raketen und Drohnen anzugreifen, behauptete Renat Kartschaa, Berater des Chefs der russischen Atomenergiebeh├Ârde, Rosenergoatom, am Dienstag im Staatsfernsehen. Der ukrainische Generalstab wiederum schrieb in seinem t├Ąglichen Lagebericht ├╝ber angebliche Sprengk├Ârper auf dem Dach des AKW, deren Explosion den Eindruck eines Beschusses wecken sollten.

Die Sprengs├Ątze seien an den D├Ąchern des dritten und vierten Reaktorblocks angebracht, sollen die Reaktoren selbst aber wohl nicht besch├Ądigen, heisst es im Lagebericht des ukrainischen Generalstabs. Die Ukraine werde nicht gegen die Normen des V├Âlkerrechts verstossen, betonte die Milit├Ąrf├╝hrung in Kiew zugleich.

Genau das wirft Kartschaa den Ukrainern vor. Demnach soll nicht nur das AKW beschossen werden, sondern auch zeitgleich auch eine mit Atomabf├Ąllen best├╝ckte Bombe abgeworfen werden. Beweise f├╝r die Anschuldigung brachte der hochrangige Moskauer Beamte nicht vor.

(text:sda/bild:keystone)