28 November 2023

„Monsterbank“ ist das Deutschschweizer Wort des Jahres

Die Z├╝rcher Hochschule f├╝r Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat „Monsterbank“ zum Deutschschweizer Wort des Jahres gew├Ąhlt. Auf den weiteren Pl├Ątzen folgen „Chatbot“ und „Ghosting“.

„Monsterbank“ landete auf Platz 1 der Rangliste, weil nach der Fusion von UBS und Credit Suisse (CS) auf die Erleichterung ├╝ber die CS-Rettung sofort ├ängste gefolgt seien. Das teilte die Hochschule am Dienstag mit. Es ging laut ZHAW vor allem um die Angst, dass die neu geschaffene Monsterbank noch mehr Risiken bergen k├Ânnte.

Platz 2 f├╝r „Chatbot“ begr├╝ndet die Hochschule mit der Aussage, Sprachroboter, die mit k├╝nstlicher Intelligenz und nat├╝rlicher Sprachverarbeitung funktionieren, h├Ątten im laufenden Jahr f├╝r Furore gesorgt. Sie seien Teil unseres Alltags geworden.

Das drittplatzierte Ghosting schliesslich scheint sich laut ZHAW von zwischenmenschlichen Beziehungen auf weitere Lebensbereiche auszuweiten. So werde der Begriff mittlerweile beispielsweise auch verwendet, wenn sich Stellenbewerbende nicht mehr meldeten.

Die ZHAW k├╝rt die W├Ârter des Jahres f├╝r die Schweiz nicht nur auf Deutsch, sondern in allen vier Landessprachen. Auf Franz├Âsisch wurde „d├ęcombres“ zum Wort des Jahres gew├Ąhlt, auf Italienisch „GPT“ und auf R├Ątoromanisch „Solarexpress“.

Die Verantwortung f├╝r das Wort des Jahres hat das Departement Angewandte Linguistik der ZHAW in Winterthur. Es analysierte die Schweizer Datenbank Swiss-AL und bestimmte pro Sprache die W├Ârter, die h├Ąufiger oder deutlich anders verwendet wurden als in den Jahren zuvor. Aus dieser Liste sowie aus Publikumsvorschl├Ągen und aufgrund eigener Erfahrung w├Ąhlte eine Jury von Sprachprofis die drei markantesten W├Ârter.

(text:sda/bild:keystone)