20 Juli 2023

Mögliche Trump-Anklage: Grand Jury will Zeugen nochmals befragen

Das Geschworenengremium, bei dem die Entscheidung ĂŒber eine weitere Anklage gegen den frĂŒheren US-PrĂ€sidenten Donald Trump liegt, will an diesem Donnerstag Medienberichten zufolge einen Zeugen nochmals vernehmen.

Dabei handele es sich um den Zeugen William Russel, der unter Trump im Weissen Haus arbeitete und weiterhin fĂŒr den Republikaner tĂ€tig sei, berichteten die Sender CNN und NBC News. Er solle vor einem Bundesgericht in Washington Auskunft geben. Russel sei von der Grand Jury im Zuge der Ermittlungen zur ErstĂŒrmung des Sitzes des US-Parlaments am 6. Januar 2021 bereits befragt worden.

Trump hatte am Dienstag bekanntgegeben, dass er am Sonntag per Brief darĂŒber informiert worden sei, Ziel von Ermittlungen zu sein. Der 77-JĂ€hrige, der nĂ€chstes Jahr abermals bei der PrĂ€sidentenwahl antreten will, machte deutlich, dass er mit einer Festnahme und Anklage rechnet. Ihm seien vier Tage Zeit gegeben worden, sich bei dem Geschworenengremium zu melden. Er habe aber nicht vor, diese Möglichkeit zu nutzen, berichteten Medien unter Berufung auf Trumps AnwĂ€lte. Es ist unklar, wann genau die Grand Jury ĂŒber eine Anklage entscheiden will.

Vor dem GerichtsgebĂ€ude in der US-Hauptstadt brachten sich am Donnerstagmorgen (Ortszeit) Kamerateams in Stellung. Sollte es zur Anklage kommen, wĂŒrde die Verlesung der Anklageschrift dort stattfinden. Dazu mĂŒsste Trump auch erscheinen. Das GerichtsgebĂ€ude liegt gut 500 Meter Luftlinie vom US-Kapitol entfernt – dem Schauplatz des beispiellosen Angriffs vor anderthalb Jahren. Der imposante Kuppelbau ist von dort aus gut zu sehen.

(text&bild:sda)