Mitholz: Trotz Milliarden-Investition drohen bleibende Nutzungseinschränkungen
Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) warnt beim Projekt Mitholz vor bleibenden Nutzungseinschränkungen, da trotz des 2,59 Milliarden Franken schweren Verpflichtungskredits keine flächendeckende Tiefenreinigung erfolgt. Eine vollständige Räumung des Untergrunds ist nur dort vorgesehen, wo dauerhafte Bauwerke entstehen, während auf Weiden und in Wäldern Munition lediglich bis in eine Tiefe von 30 Zentimetern zuverlässig entfernt wird, um den Humus zu schonen. Laut EFK wurde bisher nicht ausreichend kommuniziert, dass dadurch formelle Einschränkungen entstehen könnten, die es vor der Sanierung offiziell nicht gab. So wird auf sanierten Parzellen künftig teils nur noch eine Weidenutzung möglich sein, und für Erdarbeiten ab 30 Zentimetern Tiefe muss zwingend das Team der Kampfmittelräumung beigezogen werden.
Da die Einschränkungen nach der Sanierung somit eher zu- statt abnehmen, mahnt die Finanzkontrolle eine Klärung der rechtlichen Grundlagen sowie möglicher Entschädigungsfragen an. Die operative Verantwortung für das Räumungsprojekt liegt seit Anfang 2026 bei armasuisse Immobilien.
(text:pd,tki/bild:archiv)