13 Februar 2024

Mit Patrick Fischer 2026 an die Heim-WM

Der Schweizer Eishockeyverband verl├Ąngert den Vertrag mit Nationaltrainer Patrick Fischer um zwei Saisons und damit bis zur Heim-Weltmeisterschaft 2026 in Freiburg und Z├╝rich. Auch Assistent Tommy Albelin bleibt dem Nationalteam zwei weitere Jahre erhalten.

Damit h├Ąlt der Verband trotz aktueller Niederlagenserie am bew├Ąhrten Duo an der Bande fest. In dieser Saison gingen alle neun Partien im Rahmen der Euro Hockey Tour gegen die Top-Nationen Schweden, Finnland und Tschechien verloren; saison├╝bergreifend sind es sogar elf Niederlagen am St├╝ck.

Dies schreckte die Verantwortlichen im Verband aber nicht ab. Lars Weibel, Direktor Sport bei Swiss Ice Hockey, hatte bereits im Dezember durchblicken lassen, dass er Fischer f├╝r die Mission Heim-WM 2026 der richtige Mann halte. In einer Mitteilung bekr├Ąftigte Weibel, dass er ├╝berzeugt sei, „dass Patrick und Tommy gemeinsam mit dem weiteren Staff die Mannschaft hinsichtlich Olympia 2026 und Heim-WM weiterentwickeln werden“.

Fischer wurde im Dezember 2015 zum Nationaltrainer ernannt, gut ein halbes Jahr danach stiess der langj├Ąhrige schwedische NHL-Verteidiger Albelin als Assistent hinzu. Zu seiner Vertragsverl├Ąngerung sagte Fischer: „Es ist ein grosses Privileg und erf├╝llt mich mit stolz, dass ich diese talentierte Schweizer Mannschaft weiter als Head Coach in ihrem Entwicklungsprozess begleiten darf.“

Den H├Âhepunkt seines Schaffens als Trainer erreichte der fr├╝here NHL-St├╝rmer 2018, als sich die Schweiz im WM-Final in Kopenhagen Schweden erst nach Penaltyschiessen geschlagen geben musste. F├╝r die Schweiz war es die erst vierte WM-Medaille ├╝berhaupt und f├╝r Patrick Fischer die Erkenntnis: „Irgendwann werden wir Eishockey-Weltmeister.“

An dieser Aussage wird Fischer und sein Team seither gemessen – zuletzt mit sehr m├Ąssigem Erfolg. Zwar konnte die Schweiz mit der Verst├Ąrkung zahlreicher NHL-Spieler an den letzten beiden WM zumindest in der Vorrunde eine starke Visitenkarte abgeben, was die 13 Siege aus 14 Partien verdeutlichen. Doch wenn es wirklich drauf an kam, gelang es der Mannschaft nicht mehr, ihr Potential auszusch├Âpfen.

Seit dem Gewinn von WM-Silber vor fast sechs Jahren hat Fischer mit seinem Team an den grossen Turnieren keines seiner f├╝nf K.o.-Spiele mehr gewonnen. Es liegt nun am Nationaltrainer und seinem Staff, daf├╝r zu sorgen, dass sich dies schnellstm├Âglich und nicht erst an der Heim-WM 2026 ├Ąndert.

(text:sda/bild:keystone)