16 Februar 2022

Mindestens 23 Tote durch Regen und Erdrutsche bei Rio de Janeiro

Nach heftigem Regen und Erdrutschen ist die Zahl der Toten in der Bergregion von Rio de Janeiro auf mindestens 23 gestiegen. Dies berichtete das brasilianische Fernsehen am Dienstagabend (Ortszeit). Demnach wurden die Leichen gefunden, nachdem der Pegel im ├╝berschwemmten Stadtzentrum von Petr├│polis gesunken war.

“In Moskau habe ich von der Trag├Âdie erfahren, die sich in Petr├│polis ereignet hat”, schrieb der brasilianische Pr├Ąsident Jair Bolsonaro auf Twitter, der am Dienstag zu seinem Besuch in Russland angekommen war und am Mittwoch den russischen Pr├Ąsidenten Wladimir Putin treffen soll.

Das Nachrichtenportal “G1” hatte zuvor unter Berufung auf die Feuerwehr von mindestens f├╝nf Toten und mindestens drei Versch├╝tteten berichtet. An mehreren Stellen sei die Stadt ├╝berschwemmt und Autos seien mitgerissen worden.

Der Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Claudio Castro, war zu einer Sitzung im von deutschen Einwanderern gepr├Ągten Petr├│polis in den Bergen hinter Rio erschienen, um die Massnahmen der Landesregierung festzulegen, wie es in einer Mitteilung hiess. Petr├│polis ist aufgrund seiner Lage und des k├╝hlen Klimas in den heissen Sommermonaten auf der S├╝dhalbkugel auch bei den Einwohnern Rios als Urlaubsort beliebt.

In den vergangenen Wochen hatte es erst im benachbarten Bundesstaat Minas Gerais mindestens zehn Tote durch Erdrutsche und ├ťberschwemmungen gegeben. Dort kam es zudem zu einer Trag├Âdie, als eine Felswand auf ein Touristenboot auf dem Furnas-Stausee st├╝rzte, zehn Menschen kamen ums Leben. Unklar war, ob auch der heftige Regen dazu beigetragen hatte, dass sich ein grosser Teil des Felsen l├Âste.

Zuvor hatte der nord├Âstlich an Minas Gerais angrenzende Bundesstaat Bahia die schwersten ├ťberschwemmungen seit mehr als 30 Jahren erlebt. Bei einer Unwetterkatastrophe im Bergland von Rio de Janeiro im Jahr 2011 waren mehr als 900 Menschen ums Leben gekommen. Sie galt als die schlimmste Unwetterkatastrophe in der Geschichte des Landes, von der unter anderem auch Petr├│polis besonders betroffen war.

(text:sda/bild:unsplash)