10 Januar 2023

Mindestens 17 Tote bei Protesten in Peru

Die Zahl der Toten bei erneuten Protesten gegen die Regierung im SĂŒden von Peru ist auf mindestens 17 gestiegen. Das teilte die Ombudsstelle des sĂŒdamerikanischen Landes am spĂ€ten Montagabend (Ortszeit) mit. Zuvor hatten sich Demonstranten und SicherheitskrĂ€fte in der Stadt Juliaca nahe dem Titicaca-See gewalttĂ€tige Auseinandersetzungen geliefert. Die 17 Toten habe es in Juliaca gegeben, ein weiterer Mensch sei im nahegelegenen Ort Chucuito bei Strassenblockaden ums Leben gekommen, hiess es in dem Tweet weiter.

Die Ombudsstelle rief sowohl Soldaten und Polizisten als auch Demonstranten zur ZurĂŒckhaltung auf. Vor wenigen Tagen hatten Regierungsgegner bereits versucht, den Flughafen von Juliaca zu stĂŒrmen und sich heftige Strassenschlachten mit der Polizei geliefert.

Die Proteste richten sich gegen die Regierung von ÜbergangsprĂ€sidentin Dina Boluarte. Die Demonstranten fordern den RĂŒcktritt der Staatschefin, die Auflösung des Kongresses und die Freilassung des inhaftierten Ex-PrĂ€sidenten Pedro Castillo.

Der frĂŒhere Dorfschullehrer wollte im Dezember einem Misstrauensvotum zuvorkommen und löste den Kongress auf. Das Parlament enthob ihn daraufhin des Amtes. Er wurde wegen des Vorwurfs eines versuchten Staatsstreichs festgenommen und sitzt weiter in Untersuchungshaft. Seine AnhĂ€nger gingen seit der Festnahme immer wieder auf die Strasse.

(text:sda/bild:unsplash)