2 Mai 2024

Mindestens 13 Tote bei Unwettern in Brasilien

Heftiger Regen hat im S├╝den Brasiliens folgenschwere ├ťberschwemmungen mit mindestens 13 Todesopfern ausgel├Âst. Nach Zahlen des Zivilschutzes vom Donnerstag wurden 21 Menschen vermisst, mehr als 3000 waren obdachlos geworden. Der Gouverneur des Bundesstaates Rio Grande do Sul, Eduardo Leite, hatte in der Nacht (Ortszeit) den Notstand ausgerufen und die Bewohner mehrerer Regionen dringend aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen – es herrsche eine kriegs├Ąhnliche Situation.

Der Regen hatte am Montag begonnen und ├ťberschwemmungen sowie Erdrutsche ausgel├Âst. H├Ąuser und Br├╝cken wurden besch├Ądigt, zahlreiche Strassen wurden unpassierbar. Betroffen waren mehr als 100 Gemeinden, auch die Hauptstadt von Rio Grande do Sul, Porto Alegre – insbesondere aber das Taquari-Tal, wo wegen der Einwanderung aus Deutschland im 19. Jahrhundert eine Minderheit den Dialekt Riograndenser Hunsr├╝ckisch spricht. Die Region war bereits im vergangenen September von Unwettern und ├ťberschwemmungen mit mindestens 42 Todesopfern betroffen.

„Leider wird die Situation in diesem Jahr wahrscheinlich schlimmer sein als 2023“, sagte Gouverneur Leite laut einer Mitteilung. In Hinblick auf materielle Sch├Ąden werde die aktuelle Lage wohl zur schlimmsten Katastrophe in der Geschichte des Bundesstaates. Das Milit├Ąr war laut Verteidigungsministerium mit f├╝nf Hubschraubern, zw├Âlf Booten und mehr als 300 Kr├Ąften im Einsatz. Brasiliens Pr├Ąsident Luiz In├ício Lula da Silva wollte sich am Donnerstag vor Ort ein Bild der Lage machen.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)