3 Januar 2023

Milde Winter f├╝hren zu kleinerer Obsternte

Milde Temperaturen im Winter haben einen negativen Einfluss auf die Obsternte. Denn Obstb├Ąume bl├╝hen zu sp├Ąt und nicht gleichzeitig, wie der emeritierte Professor f├╝r Naturschutzbiologie Bruno Baur am Dienstag im Interview mit dem Schweizer Radio sagte.

Obstb├Ąume haben einen Schutzmechanismus, damit sie nicht bereits im Januar bl├╝hen. Dieser l├Âst sich nach einer gewissen Anzahl kalter Tage auf, wie Baur weiter sagte. In einem milden Winter verz├Âgert sich die Bl├╝te somit.

Das wiederum habe einen grossen Einfluss auf den Pollenausstausch der Bienen, die zur Best├Ąubung umherfliegen. Im schlimmsten Fall k├Ânnten milde Winter auch die Bildung von Bl├╝ten verhindern. Bisher gut funktionierende ├ľkosysteme driften gem├Ąss Baur mit zunehmend milderen Wintern auseinander.

Waldb├Ąume wie etwa die Rotbuche treiben nach milden Wintern laut Baur hingegen fr├╝her aus. Dadurch schl├╝pfen Raupen, die sich von ihren Bl├Ątter ern├Ąhren, fr├╝hzeitig. Das wiederum hat einen Einfluss auf Zugv├Âgel, die nicht schon verfr├╝ht ihre Jungtiere mit Raupen f├╝ttern. Sie verpassen zeitlich das Futter.

(text:sda/bild:sda)