3 September 2022

Migros stellt sich mit Krisenstab auf Gas- und Strommangel ein

Der Detailhandelskonzern Migros hat einen Krisenstab eingesetzt, um sich auf den drohenden Gas- und Strommangel im kommenden Winter einzustellen. Die Migros tr├Ągt laut Konzernchef Fabrice Zumbrunnen Verantwortung f├╝r die Landesversorgung.

„Wir sind systemrelevant“, sagte Zumbrunnen in einem Interview mit der Tageszeitung „Blick“. Auch wenn der Strom ausfalle, m├╝ssten ausreichend Lebensmittel zur Verf├╝gung stehen. Fliesse weniger Strom und Gas, m├╝ssten die Produktionszeiten verk├╝rzt werden.

Die Migros m├╝sse dann entscheiden, welche Produkte weniger oder gar nicht mehr hergestellt werden. Als Beispiel erw├Ąhnte Zumbrunnen die Grossb├Ąckerei Jowa. Statt zahlreicher Brotsorten, w├╝rde der Grossverteiler dann vielleicht nur noch f├╝nf Sorten produzieren.

Weil die Maschinen dadurch weniger gereinigt und aufeinander abgestimmt werden m├╝ssten, k├Ânne die Migros mengenm├Ąssig genug Brot anbieten, wie wenn es keine Einschr├Ąnkungen g├Ąbe. Stark eingeschr├Ąnkt werden k├Ânnte beispielsweise das P├ótisserie-Sortiment, weil dieses Angebot nicht lebensnotwendig sei.

Stromausf├Ąlle von ein paar Stunden k├Ânnte es geben. Einschr├Ąnkungen im Angebot ebenfalls. Dauere der Ausfall zwei bis drei Stunden, liessen sich viele Produkte noch retten. Aber Fisch d├╝rfte dann zum Beispiel nicht mehr verkauft werden.

Habe die Migros ├╝ber Tage zu wenig Strom zur Verf├╝gung, m├╝sste sie Filialen schliessen. Bei einem Stromunterbruch von einer Woche w├╝rde die ganze Gesellschaft nicht mehr funktionieren, sagte Zumbrunnen weiter. Die Migros sei bereits daran, den Stromverbrauch zu senken. So verzichte sie zum Beispiel auf die Weihnachtsbeleuchtung.

(text:sda/bild:sda)