3 Februar 2022

Mietwohnungen werden auch in Berggemeinden zunehmend knapp

Mietwohnungen sind w├Ąhrend der Corona-Pandemie zunehmend auch in Berggemeinden knapp geworden. Mittlerweile seien solche Wohnungen in Tourismusregionen ├Ąhnlich knapp wie in Z├╝rich oder Genf, schreibt das Beratungsunternehmens W├╝est Partner in seinem „Winter-Update 2022“ seines Immo-Monitorings.

Die Gr├╝nde f├╝r diese Entwicklung sieht W├╝est Partner sowohl in Sp├Ątfolgen der Zweitwohnungsinitiative als auch in einer gestiegenen Nachfrage von „Unterl├Ąndern“, so die am Donnerstag ver├Âffentlichte Studie. Die sogenannten „Unterl├Ąnder“ wollten die M├Âglichkeiten nutzen, die das mobile Arbeiten bietet, um Freizeit und Arbeiten an attraktiven Feriendestinationen flexibel miteinander zu verbinden. Insgesamt liege die Angebotsquote in Tourismusgebieten derzeit bei 5,3 Prozent und damit erstmals seit 2014 wieder unter dem Durchschnitt aller Schweizer Gemeinden.

Derweil sei die Nachfrage nach Wohneigentum zwar zur├╝ckgegangen. Da parallel dazu auch das Angebot immer weiter schrumpfe, bleibe dennoch ein grosser Nachfrage├╝berhang, stellt W├╝est Partner fest. Auch die weiterhin rasant steigenden Preise ├Ąnderten daran nichts: „Der Erwerb von Wohneigentum bleibt attraktiv.“

Zum Verkauf stehende Einfamilienh├Ąuser blieben ein rares Gut: Im 4. Quartal 2021 waren laut W├╝est Partner noch 22’700 Objekte inseriert – das sei der tiefste Wert in den letzten 5 Jahren. Dieser Umstand d├╝rfte dazu beitragen, dass Eigentumswohnungen im gehobenen Segment besonders stark im Preis gestiegen seien. Viele Kaufinteressenten h├Ątten wohl ihre Aufmerksamkeit auf dieses Segment gelenkt.

Optimistisch zeigt sich das Beratungsunternehmen bez├╝glich Gesch├Ąftsfl├Ąchen. Die Besch├Ąftigungszahlen seien in vielen Branchen mit hoher B├╝rofl├Ąchennutzung stark gestiegen, so zum Beispiel im Finanzwesen und bei der ├Âffentlichen Verwaltung. Damit st├╝nden die Zeichen gut, dass die Nachfrage nach B├╝rofl├Ąchen in diesem Jahr zunehme.

Auch die Erholung im Detailhandelsmarkt schreite weiter voran. Erkl├Ąren lasse sich dies unter anderem dadurch, dass wieder mehr ausl├Ąndische G├Ąste hierzulande ihr Geld ausgeben w├╝rden. Dennoch st├╝nden die Mietpreise wegen der strukturellen Herausforderungen und einer wahrscheinlichen Zunahme der Marktliquidit├Ąt unter Druck.

(text:sda/bild:unsplash)