2 November 2022

Mietpreise steigen im Oktober schweizweit

Wer eine neue Wohnung sucht, muss tiefer in die Tasche greifen. Denn schweizweit sind die Angebotsmieten im Oktober gestiegen. Auch Eigentumswohnungen wurden teurer. Nur bei Einfamilienh├Ąusern gab es einen leichten R├╝ckgang.

Der Swiss Real Estate Offer Index stieg im Oktober um 1,4 Prozent, heisst es in einer am Mittwoch ver├Âffentlichten Studie von der SMG Swiss Marketplace Group (u.a. Immoscout24) und dem Immobilienberatungsunternehmen IAZI. Zur Berechnung fliessen die in Wohnungsinseraten ausgeschriebenen Werte ein.

Besonders stark stiegen die Angebotsmieten in der Grossregion Z├╝rich (+3,7%) und der Zentralschweiz (+3,8%). In der Ostschweiz (+0,6%), im Mittelland und in der Genferseeregion (je +0,4%) waren indes nur leichte Anstiege zu beobachten. In der Nordwestschweiz (-0,6%) und im Tessin (-2,9%) waren die Preise sogar r├╝ckl├Ąufig.

Tendenziell m├╝ssten sich Mieter auf weitere Preissteigerungen einstellen. “Aufgrund der steigenden Zinsen k├Ânnte bereits im Fr├╝hjahr 2023 der mietrechtliche Referenzzinssatz angehoben werden. Dies erm├Âglicht Mieterh├Âhungen von bis zu 3 Prozent”, erkl├Ąrt Martin Waeber von der SMG. Auch die Inflation d├╝rfe teilweise auf die Mieten ├╝berw├Ąlzt werden. “Zus├Ątzlichen Druck bewirken die zuwanderungsbedingt wachsende Nachfrage und die in zahlreichen Regionen verbreitete Wohnungsknappheit”, heisst es weiter.

Gegens├Ątzlich entwickelten sich die Preise hingegen im Eigenheimmarkt. W├Ąhrend Eigentumswohnungen um 0,7 Prozent teurer wurden, h├Ątten die Anbieter von Einfamilienh├Ąusern ihre Preisforderungen um 0,5 Prozent reduziert. Mit einer fundamentalen Korrektur sei allerdings trotz der durch die Zinserh├Âhung gestiegenen Finanzierungskosten nicht zu rechnen. Der Nachfrage├╝berhang scheine daf├╝r einfach noch zu gross.

(text:sda/bild: