31 MĂ€rz 2022

MieterprÀsident Sommaruga fordert Energiezulage

Angesichts explodierender Energiepreise fordert der PrĂ€sident des Mieterinnen- und Mieterverbandes, Carlo Sommaruga, eine Energiezulage zwischen 200 und 400 Franken pro Person und Jahr. Der Bund mĂŒsse mit der Zulage die höheren Nebenkosten fĂŒr Mietende abfedern.

Die Energiezulage lasse sich einfach an die PrĂ€mienverbilligung der Krankenkassen anknĂŒpfen, sagte Sommaruga in einem Interview mit den CH-Media-Zeitungen. Dieses System sei spezifisch darauf ausgerichtet, Menschen mit tiefen Einkommen zu unterstĂŒtzen.

Und weil es in der Schweiz dieses System mit der PrĂ€mienverbilligung schon gebe, lasse sich eine Energiezulage unbĂŒrokratisch umsetzen. Der Bund könne mit Hilfe der Kantone sehr einfach die Zulage an die Einkommen anpassen und ausweiten, sodass auch der Mittelstand berĂŒcksichtigt werde.

Die Schweiz sei ein Land von Mieterinnen und Mietern, die zu Geiseln dieser Situation geworden seien. Sie könnten schliesslich nicht selbst die GebÀude isolieren und Solaranlagen auf die DÀcher stellen. Sie seien abhÀngig von den Vermietern.

Laut Sommaruga mĂŒssen Mieterinnen und Mieter in einer schlecht isolierten Wohnung wegen der höheren Energiekosten jĂ€hrlich zusĂ€tzlich 1200 Franken zahlen. Das errechne sich bei einem Aufschlag von 60 Franken pro 100 Liter Heizöl auf 120 Franken und einem Verbrauch von 2000 Litern pro Jahr. Beim Gas sei es Ă€hnlich.

(text:sda/bild:pixabay)