6 Januar 2022

Mieten in Bergregionen legen 2021 wegen Pandemie deutlich zu

In der Schweiz sind die Mieten fĂŒr angebotene Wohnungen 2021 erneut gestiegen. Dabei gab es jedoch klare Unterschiede nach Regionen: WĂ€hrend die Mieten in den StĂ€dten leicht nachgaben, gingen die Preise in den Bergregionen klar nach oben.

Konkret legten die nationalen Angebotsmieten ĂŒber die vergangenen zwölf Monate auf nationaler Ebene um 1 Prozent zu, wie dem am Donnerstag publizierten Homegate.ch-Angebotsmietindex zu entnehmen ist. Er wird in Zusammenarbeit mit der ZĂŒrcher Kantonalbank (ZKB) erhoben und misst die monatliche, qualitĂ€tsbereinigte VerĂ€nderung der Mietpreise fĂŒr neue und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote.

Sinkende LeerstĂ€nde hĂ€tten zum Jahresabschluss fĂŒr rekordhohe Mieten sowie das stĂ€rkste Mietwachstum seit 2014 gesorgt, heisst es im aktuellen CommuniquĂ©. Denn auch im Dezember 2021 hat sich der Index gegenĂŒber dem Vormonat erneut um 0,3 Punkte leicht erhöht auf 116,4 Index-Punkte.

Mit Blick auf die Kantone zeigten sich in den letzten zwölf Monaten aber sehr unterschiedliche Trends. In der Romandie etwa sind die Angebotsmieten mehrheitlich gesunken. Nur das Wallis und die Waadt hĂ€tten ZuwĂ€chse verzeichnet, wĂ€hrend in der restlichen Westschweiz hauptsĂ€chlich MietrĂŒckgĂ€nge vorherrschten, heisst es.

Im Deutschschweiz wiederum stiegen im Kanton ZĂŒrich die Mieten um 1,1 Prozent, womit der Kanton vom weniger stĂ€dtisch geprĂ€gten Nachbarn Aargau (+2,1%) fĂŒr einmal deutlich ĂŒbertroffen wurde. Die dynamischste Entwicklung zeigte jedoch der Kanton GraubĂŒnden, wo die Mieten um 4,7 Prozent zugelegten.

Auch die Kantone Uri und Nidwalden haben deutlich ĂŒberdurchschnittliche Wachstumsraten von 2,7 Prozent bzw. 2,5 Prozent verzeichnet. Somit haben die Mieten 2021 fĂŒr einmal vor allem in den Bergregionen stark zugelegt, nicht jedoch in den sonst von bereits hohen Mieten betroffenen Zentren.

Der Anstieg lasse sich mit der zunehmenden Beliebtheit von Ferienimmobilien in den Bergen wĂ€hrend der Corona-Pandemie begrĂŒnden, denn auslĂ€ndische Destinationen hĂ€tten in den letzten beiden Jahren aufgrund der pandemiebedingten EinschrĂ€nkungen an AttraktivitĂ€t verloren. Dies habe zu einem Run auf inlĂ€ndische Erholungsgebiete gefĂŒhrt. Und auch das Home-Office habe den Nutzen von Ferienwohnungen erhöht.

(text:sda/bild:unsplash)