Wohnraummangel im Kanton Bern verschärft sich
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(02:42)
Im Kanton Bern ist es teilweise sehr schwierig, eine bezahlbare Wohnung zu finden. „Es gibt vor allem regional akuten Wohnraummangel”, sagt Edith Siegenthaler, Präsidentin des Mieterinnen- und Mieterverbands (MV) Kanton Bern. Besonders in Zentren und Tourismusregionen sei die Situation sehr angespannt. Das führe natürlich dazu, dass die Mieten besonders hoch seien, so Edith Siegenthaler.
Insgesamt sind die Mieten im Kanton Bern in den letzten 20 Jahren um rund 30 Prozent gestiegen. Prekär ist die Situation in Thun, wo mit einer Leerwohnungsziffer von 0,08 Prozent akute Wohnungsnot herrscht. Aber auch auf dem Bödeli und im Saaneland sei bezahlbarer Wohnraum knapp. Edith Siegenthaler sagt: „Airbnb ist in diesem Bereich ein grosses Problem, da weniger Wohnungen auf dem Wohnungsmarkt verfügbar sind, weil sie stattdessen über Plattformen vermietet werden. Dadurch wird die Wohnraumknappheit verschärft.“
Das hat auch Auswirkungen auf die Tourismusbranche. „Der Fachkräftemangel wird dadurch verstärkt, dass weniger Mitarbeitende gefunden werden können. Einfach, weil sie nicht in der Umgebung wohnen können, was im Tourismus mit unregelmässigen Arbeitszeiten wichtig ist”, so Edith Siegenthaler, Präsidentin des MV Bern.
Und es gibt noch weitere Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt: So kommt es vermehrt zu Sanierungen, die meistens eine Anhebung der Mieten zur Folge haben. Nicht immer wird nach sogenannten Leerstehungskündigungen saniert, wie das Beispiel der Personalvorsorgestiftung der Burgergemeinde Bern zeigt. Wie die Zeitung „der Bund“ berichtet, hat sie Ende Juli 18 Mietparteien in drei Liegenschaften gekündigt, obwohl keine Sanierung geplant ist. Es ging dort rein um Ertragsoptimierung.
(text:pmu/bild:pixabay)